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Das Ich und der Staat

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Bibliographic data

fullscreen: Das Ich und der Staat

Monograph

Identifikator:
1689849630
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-100544
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Paul http://d-nb.info/gnd/116483091
Title:
Das Ich und der Staat
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag Quelle & Meyer
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 128 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Das staatlose Ich
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Ich und der Staat
  • Title page
  • Contents
  • I. Das staatlose Ich
  • II. Das Ich in staatlicher Erziehung
  • III. Zwischen Schulpflicht und Bürgerpflicht
  • IV. Das Ich als Massenteichen
  • V. Überstaatliche Bindungen des Ichs
  • VI. Deutsche Diesseits-Religion

Full text

I. Das sstaatlose Ich 
es noch einmal aus dem Munde nehmen können! Als meine Zähne 
es erstmals entzweischnitten? Ich hätte auch die Teile noch aus- 
speien können! Nun denn = als ich die Teile heruntersschluckte? 
Ja, das Herunterschlucken hat die Einverleibung in mein Ich 
offenbar besiegelt. Aber das Heruntersschlucken ist ein reichlich 
verwickelter Vorgang. Und an welcher Stelle dieses Vorgangs liegt 
die Grenze, wo Brot und Ich sich vereinigen? Wo ist die Schwelle 
eingelassen, die das zerkaute Brot überschreiten muß, um sssein 
eigenes, räumlich begrenztes Dasein einzubüßen und in die Körper- 
lichkeit meines Ichs einzugehen? Eine befriedigende Antwort auf 
diese knifflige Frage kann schwerlich gegeben werden, denn jede 
Grenzfestseßung müßte aus reiner Willkür vorgenommen werden, 
und Willkür befriedigt auf die Dauer nicht einmal den, der sie übt. 
Wenn aber die Grenze, nach deren Überschreitung das Brot ein 
Bestandteil meines Ichs wird, innerhalb meines Körpers nicht 
bestimmt werden kann, hat sie dann außerhalb meines Körpers ~ 
jemals bestanden? 
Gewiß, als das Brot vor mir auf dem Teller lag, war meine 
körperliche Erscheinung von der körperlichen Erscheinung des Brotes 
deutlich geschieden. Aber darum handelt es sich ja nicht! Mein 
Körper ist noch nicht mein Ich, dazu gehört auch sonst noch 
allerlei – so wie die räumliche Erscheinung des Brotes noch nicht 
das Brot selbst ist. Ich sah das Brot. Ist alles, was „„Ich“ sehe, 
nicht schon ein Bestandteil meines Ichs? Und daß ich das Brot 
vor mir auf dem Tische sah, das war das vorläufige Ergebnis 
ganzer Reihen von Ursachen und Wirkungen, die in ihrer not- 
wendigen Verknüpfung auf diesen Punkt führen mußten. Soweit 
„Ich‘! diese Reihen rückwärts verfolgen kann, soweit reicht auch 
mein Ich. Wo wäre da eine feste, eindeutig bestimmbare Grenze? 
Das Gegenstück: Ich habe mir die Haare schneiden lassen. Ich 
sitze inmitten der entschwundenen Pracht meiner Locken, die um 
mich verstreut auf dem Boden des Barbierladens herumliegen. 
Gehören sie noch zu meinem Ich oder nicht mehr? Von meinem 
Körper sind sie getrennt, aber „Ich““ sehe sie noch, „Ich“ kann 
sie aufheben und ins Feuer werfen. Und wenn sie verbrannt sind, 
und selbst ihr Geruch aufgehört hat, meine Nase zu belästigen 
ich weiß doch, es waren „meine“ Haare. Diese grammatische 
b
	        

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Das Ich Und Der Staat. Verlag Quelle & Meyer, 1926.
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