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Das Ich und der Staat

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Bibliographic data

fullscreen: Das Ich und der Staat

Monograph

Identifikator:
1689849630
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-100544
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Paul http://d-nb.info/gnd/116483091
Title:
Das Ich und der Staat
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag Quelle & Meyer
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 128 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Das Ich in staatlicher Erziehung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Ich und der Staat
  • Title page
  • Contents
  • I. Das staatlose Ich
  • II. Das Ich in staatlicher Erziehung
  • III. Zwischen Schulpflicht und Bürgerpflicht
  • IV. Das Ich als Massenteichen
  • V. Überstaatliche Bindungen des Ichs
  • VI. Deutsche Diesseits-Religion

Full text

[; II. Das Jch in staatlicher Erziehung 
doch einen bestimmten Zweck verfolgen. Dieser Zweck kann kaum 
ein anderer sein als der: das Ich tauglich zu machen für die Auf- 
gaben, die es im Staat und für den Staat einmal zu erfüllen haben 
wird. Zweck der staatlichen Schulerziehung kann vernünftigerweise 
nur sein, jedes einzelne Ich zum möglichst brauchbaren Staats- 
bürger heranzubilden. 
Wir Deutschen kennen den Staat in der Einzahl, den deutschen 
Staat, erst seit dem 18. Januar 1871. Aber der staatliche Groß- 
betrieb, der damals für den Umfang Kleindeutschlands eingerichtet 
wurde, kümmerte sich um die Schule überhaupt nicht. Er begnügte 
sich dabei, daß die ihm angeschlossenen 25 Kleinbetriebe den staat- 
lichen Schulzwang hatten. Mit andern Worten: die Bismarckssche 
Reichsverfassung überließ die staatsbürgerliche Erziehung des heran- 
wachsenden Ichs vertrauensvoll dem Partikularismus, dem deutschen 
Erbübel. Und die schwere Niederlage, die der Bismarckssche Staats- 
gedanke im Kulturkampf erlitt, traf den Gedanken einer deutschen 
Reichsschule, wo er von weltfremden Zeitgenossen etwa noch gepflegt 
wurde, tödlich. Zum Geldmachen, zum Wirtschaften, zur „,fried- 
lichen“ Eroberung des Weltmarktes, die die Losung des Tages 
wurde, war die deutsche Reichsschule allenfalls zu entbehren. Dafür 
gab der Partikularismus sein Außerstes an Kraftanstrengung auch 
her. Nur die Feuerprobe eines Kampfes auf Tod und Leben durfte 
dem Volke, das den Partikularismus jeder Art, den dynastischen, 
den wirtschaftlichen, den gesellschaftlichen, den parteipolitischen, liebe- 
voll gezüchtet hatte, statt ihn erziehungspolitisch zu überwinden, nicht 
zugemutet werden. In der Generalquittung, die uns im November 
1918 über unsere politische Unreife ausgestellt wurde, ist auch eine 
Sonderquittung über die Abwesenheit jeder weitblickenden, reichs- 
deutschen Schulpolitik enthalten. Wenn wir nicht imstande gewesen 
sind, in den vier Jahrzehnten freier Entwicklung, die das Welt- 
geschehen der Bismarckschen Reichsschöpfung bewilligt hatte, so 
etwas wie ein reichsdeutsches Staatsvolk heranzubilden, so hängt 
die Abwesenheit jeder Reichsschulpolitik damit aufs engste zusammen. 
Es ist die Stärke des politisch denkenden Deutschen sonst nicht, 
aus der Vergangenheit zu lernen. Ihm ist vielmehr ein starker 
Hang zu dem Aberglauben eigen, daß die Fehler der Vergangenheit 
dazu da seien, von jedem der nachkommenden Geschlechter getreulich 
§2,
	        

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Das Ich Und Der Staat. Verlag Quelle & Meyer, 1926.
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