Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Ich und der Staat

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Ich und der Staat

Monograph

Identifikator:
1689849630
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-100544
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Paul http://d-nb.info/gnd/116483091
Title:
Das Ich und der Staat
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag Quelle & Meyer
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 128 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Das Ich als Massenteichen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Ich und der Staat
  • Title page
  • Contents
  • I. Das staatlose Ich
  • II. Das Ich in staatlicher Erziehung
  • III. Zwischen Schulpflicht und Bürgerpflicht
  • IV. Das Ich als Massenteichen
  • V. Überstaatliche Bindungen des Ichs
  • VI. Deutsche Diesseits-Religion

Full text

IV. Das Jch als Massenteilchen 
in der Masse von ~ sagen wir 500000 lesenden Ichs einer großen 
deutschen Zeitung wohl ein Dutzend gibt, die diesen beiden Be- 
dingungen zu genügen vermögen? Wer die Verhältnisse kennt, wird. 
mit einem sehr entschiedenen Nein antworten. 
Das Denkorgan Zeitung erfüllt seinen Dasseinszweck, indem es 
aus seiner Leserschaft Masse bildet, indem es den auf das Ganze 
~ auf das Gemeinschaftsleben der im Staate vereinigten Volks- 
gemeinschaft –~ gerichteten Willen des Massenteilchens Ich zum 
mehr oder minder klaren Bewußtsein seiner selbst erhebt. Wie 
macht die Zeitung das? Indem sie, an jedem Tage von neuem, 
den Stand der Dinge von gestern dem Ich in einer Form unter- 
breitet, die es in den Stand setzt, sich zu den Fragen des staatlichen 
und völkischen Gemeinschaftslebens, gemäß seiner persönlichen An- 
lage, einzustellen. Die persönliche Anlage des Ichs bestimmt die 
Wahl der Zeitung, die das Ich liest. Die Zeitung übernimmt es 
dann, dem Ich die Dinge so vorzustellen und zuzurichten, daß die 
persönliche Stellungnahme des Ichs damit fast unmittelbar gegeben 
ist. Je vollkommener die Zeitung dies für alle Massenteilchen ihrer 
Leserschaft zu leisten vermag, um so fester ist das Band, womit sie 
die Masse zur Einheit zusammenbindet. 
Vollkommen wird eine Zeitung dies nur leisten können, wenn 
jede Nummer ein kleines Kunstwerk in sich ist, abgestellt auf die 
einheitliche Wirkung, die sie zu tun bestimmt ist. Es gibt englische, 
es gibt französische Zeitungen, deren einzelne Nummern nicht eben 
selten den Eindruck künstlerischer Geschlossenheit und Durcharbeitung 
hervorrufen. Gibt es deutsche Zeitungen, denen man ein Gleiches 
nachrühmen kann? Und wie viele? 
Die deutsche Zeitung, sobald sie eine gewisse Blüte und Bedeutung 
erlangt hat, fühlt den Drang in sich, mindestens zweimal täglich 
zu erscheinen. Es hängt ursprünglich mit dem Grundsatz „billig 
und schlecht“ zusammen; man will dem Leser möglichst viel für 
sein Geld bieten. Morgens eine Zeitung und abends nochmals eine 
Zeitung. Damit in der Seele des zeitunglesenden Ichs nur kein 
Raum frei bleibe, wo ,die Konkurrenz““ eindringen könnte! In 
Ländern nichtdeutscher Zunge macht der Verlag, der eine Morgen- 
zeitung herausgibt, für die Leute, die auch abends eine Zeitung 
haben möchten, ein besonderes Abendblatt. In Deutschland zerreißt 
6Z
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Ich Und Der Staat. Verlag Quelle & Meyer, 1926.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.