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Das Ich und der Staat

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Bibliographic data

fullscreen: Das Ich und der Staat

Monograph

Identifikator:
1689849630
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-100544
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Paul http://d-nb.info/gnd/116483091
Title:
Das Ich und der Staat
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag Quelle & Meyer
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 128 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Das Ich als Massenteichen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Ich und der Staat
  • Title page
  • Contents
  • I. Das staatlose Ich
  • II. Das Ich in staatlicher Erziehung
  • III. Zwischen Schulpflicht und Bürgerpflicht
  • IV. Das Ich als Massenteichen
  • V. Überstaatliche Bindungen des Ichs
  • VI. Deutsche Diesseits-Religion

Full text

. IV. Das Jch als Masssenteilchen 
lichen Zwecken dienlich war, unbekümmert darum, ob das auch zum 
höhern Zweck des Staatsganzen stimmte, das weiter leben will, 
auch über die stärkste Einzelpersönlichkeit hinaus. Das ,,Zer- 
schmettern““ war nicht erst Wilhelms II. Erfindung, Bismarck hat 
es gegen so ziemlich alle Parteien durchprobiert, mit vollem Erfolg 
doch nur gegenüber den Parteien der liberalen Mittelschicht. Und 
ob damit dem Staatsganzen ein Dienst erwiesen worden, darf man, 
belehrt durch die Erfahrungen der Nachkriegsjahre, bezweifeln. 
Im Veorkriegs-Deutschland hatten die Landwirtschaft, die in- 
dustrielle Oberschicht, die industrielle Unterschicht und die romanisch- 
katholischen Volksteile festgefügte Organe zur Einwirkung auf das 
Staatsleben; nur die Massen des protestantisch-liberalen Mittel- 
standes, die den Kitt zwischen Landwirtschaft und Industrie, zwischen 
oben und unten hätten abgeben müssen, entbehrten der geschlossenen 
Vertretung. Sollte es nicht damit ursächlich zusammenhängen, daß 
der Staat, nach dem Verlust des Krieges, so hilflos auseinander- 
brach ? 
Völker, die berufen sind, sich selbst zu regieren ~ und die es 
nicht lernen, kommen unfehlbar unter die Räder des Weltgeschehens 
D bedürfen der Partei, als eines Zwisschenorgans, um die politische 
Kraft des Massenteilchens Ich für den Staatsorganismus nutzbar 
zu machen. Das Massenteilchen Ich, das durch die Partei politisch 
wirkt, darf aber nicht vergessen, daß jede Partei nur solange daseins- 
berechtigt ist, als sie eine Gegenpartei bedingt und durch sie bedingt 
wird, daß es daher dem Staatszweck zuwiderläuft und das Staats- 
leben unnötig vergiftet, wenn eine Partei der andern das Recht aufs 
Dasein mit moralischen Gründen zu bestreiten trachtet. Das steht 
etwa auf der gleichen Höhe wie die Neigung mancher Leute, jeden 
Gynäkologen oder Sexualpathologen kurzerhand für „„ein Schwein““ 
zu erklären. Parteien sind an sich weder gut noch böse, sie sind da, 
als Ausdruck der in einer größeren oder kleineren Masse von Massen- 
teilchen vorhandenen Willensrichtung. In dieser Form sind sie im 
Staate daseinsberechtigt, solange ihr Streben auf Förderung des 
Staates und nicht auf seine Zerstörung gerichtet ist. 
Es ist das gute Recht des Staates, sich gegen Parteien, die ihn 
76
	        

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Das Ich Und Der Staat. Verlag Quelle & Meyer, 1926.
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