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Wissenschaftliches Arbeiten

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Bibliographic data

fullscreen: Wissenschaftliches Arbeiten

Monograph

Identifikator:
1689851430
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101704
Document type:
Monograph
Author:
Fonck, Leopold http://d-nb.info/gnd/116647019
Title:
Wissenschaftliches Arbeiten
Edition:
3. Aufl., Neudruck d. 2. Aufl., 7.-8. Tsd
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
Rauch
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 396 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Die Methode des wissenschaftlichen Arbeitens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Schule des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Zweiter Teil. Die Methode des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Personenregister
  • Orts- und Sachregister

Full text

‘I Studium und Lektüre 
Doch auch abgesehen von diesen Gefahren fordert die 
Würde der wissenschaftlichen Arbeit unbedingt ein Zurück- 
gehen auf die ersten Quellen. Wie kann dort von einem 
Streben nach Erkenntnis und Förderung der Wahrheit die 
Rede sein, wo man sich damit begnügt, durch fremde 
Brillen nach ihr zu schauen? Im günstigsten Falle wird 
die Wissenschaft, wie Martin Gerbert bemerkt?), stets auf 
dem gleichen Fleck stehen bleiben, wenn sie immer bloß 
nach Kompendien und Auszügen wieder aufgewärmt wird. 
Zur Förderung der Erkenntnis der Wahrheit reicht ein 
solches schulmäßiges Lernen in keiner einzigen Frage aus. 
Da es überhaupt auf ein Prüfen und Feststellen der Tat- 
sachen verzichtet, kann es auf den Namen einer wissen- 
schaftlichen Arbeit ja auch keinen Anspruch erheben. 
Obwohl dieses Haupt- und Grundgesetz theoretisch von allen an- 
erkannt wird, bleibt es in der Praxis doch nur zu oft unbeachtet. 
Wollte man eine Beispielsammlung dafür anlegen, so würde leicht 
jedes Gebiet eine beliebig große Zahl von Beiträgen dazu liefern. 
Fehlerhafte Zitate und falsch aufgefaßte Texte gehen von einem Hand- 
buch ins andere über, weil man die Mühe des Suchens nach der Quelle 
scheut und mit blindem Vertrauen sich der Führung eines Autors über- 
läßt. Nicht selten kann man Jahrhunderte hindurch diesen wenig 
rühmlichen Prozeß verfolgen. Von Buch zu Buch ging bisher der 
mifverstandene Text des hl. Johannes Chrysostomus über das Öl aus 
der ehrwürdigen und köstlichen Lampe der Kirche (Hom. 32 al. 33 in 
Matth. Migne, P. G. 57,384 f) und er wird auf seinem Gang wohl nicht 
gleich einhalten trotz des Einspruches von Josef Kern (De sacr. Ex- 
tremae Unetionis [Ratisbonae 1907] 29—32; vgl. Zeitschrift für kath. 
Theol. 29 [1905] 382—9). Ebenso wird der alte Scholastiker Johannes 
Maior (Jean le Maire) auch fernerhin noch wohl als Gewährsmann 
dafür zitiert werden, daß man den unmündigen Kindern die letzte Ölung 
spenden könne, wie es seit Jahrhunderten geschehen ist (Kern, De 
sacr. Extr. Unet. 307) und die Worte des hl. Chrysostomus: „TO iepet 
deikoy to E\xos“ (Hom. 3 de statuis n. 5. Migne, P. G. 49,54) werden 
wohl noch lange in altüblicher Weise als Zeugnis für die Beichte 
Geltung behalten, obgleich sie nach dem Zusammenhang auf die brüder- 
liche Zurechtweisung zu beziehen sind (Boöleı dıopfchoar Tv 4delpÖv ;). 
Weil es einmal Brauch ist, wird man auch weiterhin den Satz: „Die 
1) M. Gerbert, Apparatus ad eruditionem theologicam (2, Blasii 
1764) 117 f. 
144
	        

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Die Zölle Und Steuern Sowie Die Vertragsmässigen Auswärtigen Handelsbeziehungen Des Deutschen Reiches. Hirth, 1886.
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