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Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

Monograph

Identifikator:
1689851430
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101704
Document type:
Monograph
Author:
Fonck, Leopold http://d-nb.info/gnd/116647019
Title:
Wissenschaftliches Arbeiten
Edition:
3. Aufl., Neudruck d. 2. Aufl., 7.-8. Tsd
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
Rauch
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 396 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Die Methode des wissenschaftlichen Arbeitens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Fünftes Buch
  • Sechstes Buch
  • Siebentes Buch

Full text

Ottonische Renaissance; Kirchenreform und Universalpolitik. 235 
geworden; es gab Gelehrte, wie Vilgard von Ravenna, die 
völlig im antiken Leben, auch im antiken Götterglauben auf—⸗ 
gingen. Das Christentum schien nur noch ein rein äußerliches 
Attribut der Zeit zu sein; die Priester waren völlig verwelt— 
licht: sie schmausten in den Gotteshäusern und vermieteten sie 
gelegentlich als Markthallen oder Scheuern. 
Trotzdem war die inneren wie äußeren Voraussetzungen 
einer religiösen Erneuerung vollständig vorhanden. Leicht ließen 
sich in Trümmer gelegte Kirchen von neuem weihen und nutzen; 
in Rom bestanden trotz aller Zerstörung noch etwa zwanzig 
Frauen⸗ und vierzig Männerklöster, sowie sechzig Kirchen regu— 
lierter Stiftsherren. Vor allem aber: in der Volksseele ruhte 
der tiefe Wunsch nach einer Anderung des irdischen Loses mit 
seiner ewig wechselnden Oberherrschaft schattenhafter Könige, 
seiner ewig dauernden Gefährdung durch Raub und Plünderung 
der Mächtigen, wuchs langsam empor die noch innigere Sehn— 
sucht nach seelischem Halte. 
Ungestüm, leidenschaftlich, in einer unglaublich harten 
Askese, in dem wunderlichsten aller Wunderglauben brach diese 
Stimmung im Laufe des 10. Jahrhunderts hervor. Während 
man in Frankreich und Deutschland nur bis auf den heiligen 
Benedikt zurückging, erwachte in Italien der Enthusiasmus für 
die asketischen Heroden des Orients. Was wollten da die 
deutschen Einsiedler mit ihrer beschaulichen Askese besagen gegen— 
über den Gluten religiöser Kasteiung in Italien! Dominicus 
Loricatus trug ununterbrochen einen eisernen Panzer, zwei 
eiserne Gürtel um den Leib, zwei um die Arme, um sein Fleisch 
zu knechten; nur um sich zu geißeln, befreite er sich von dieser 
Last; in noch nicht vierzig Tagen soll er sich einmal drei Mil— 
lionen Hiebe gegeben haben, wobei er zugleich fastete, Buß— 
psalmen sang und ohne Unterlaß die Kniee beugte. Und er 
stand nicht allein; überall lebten die Helden der Askese ähnlichen 
Anstrengungen in schweigender Einsamkeit: keiner von ihnen, 
der nicht abgehärmt und abgemagert ausgesehen hätte, die 
Augen stier am Boden, totenbleich, das Ebenbild gleichsam 
reines auferweckten Abgeschiedenen.
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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