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Neuzeitliche Krüppelfürsorge

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Bibliographic data

fullscreen: Neuzeitliche Krüppelfürsorge

Monograph

Identifikator:
1689945052
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-102705
Document type:
Monograph
Title:
Neuzeitliche Krüppelfürsorge
Place of publication:
Münster i./W.
Publisher:
Aschendorff
Year of publication:
1926
Scope:
139 Seiten
Illustrationen
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Über das Krüppeltum, seine Ursachen, Verhütung und Behandlung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Neuzeitliche Krüppelfürsorge
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeines und Geschichtliches zur Krüppelfürsorge von Univ-Prof. Dr. Weber, Münster i. Westf.
  • Die Krüppelfürsorge in der Provinz Westfalen
  • Krüppelfürsorge und Gesetzgebung
  • Über das Krüppeltum, seine Ursachen, Verhütung und Behandlung
  • Die Aufgaben und die Tätigkeit der Krüppelfürsorgestellen unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse des Industriebezirkes
  • Vorbeugung des Krüppeltums, Überwachung des Heilverfahrens und Entlastung der Krüppelfürsorge
  • Ambulante Krüppelfürsorge als Aufgabe der Bezirksfürsorgeverbände
  • Erziehung und Berufsausbildung der jugendlichen Krüppel
  • Die Lehrlinge im Krüppelheim und die modere Berufsschule
  • Nachgehende Fürsorge und Arbeitsbeschaffung für Krüppel
  • Welche Krüppel gehören in ein Krüppelhem, welche in ein Siechenheim?
  • Psychiatrie und Krüppelfürsorge
  • Das orthopädische Schulturnen als Mittel zur Bekämpfung der Rückenschwäche und Wirbelsäulenverbiegungen
  • Die wichtigste Literatur über das Krüppelwesen

Full text

c .47 - 
Äußerst wichtig ist auch die Prophylaxe d. h. die Verhütung der 
Erkrankung. In vielen Fällen gelingt es, die Quelle der Erkrankung 
festzustellen, d. h. irgendeinen hustenden Hausangehörigen mit offener 
Lungentuberkulose. Hier kann nur Aufklärung helfen. Ferner wissen 
wir, daß wohl bei jedem Menschen Tuberkulosebazillen nachweisbar 
sind, daß aber nur bei geschwächtem Körper sie zur Entwicklung ge- 
langen. Es ist also nötig, auf jede Art die schwächlichen Kinder gegen 
die Infektion zu schützen. Wohnungshygiene, Sauberkeit, Volksbäder, 
Schuluntersuchung, Waldschulen, Kuren im Solbad, an der See, im 
Gebirge spielen dabei die Hauptrolle. 
3. Rachitis oder englische Krankheit. 
Dies ist eine Erkrankung des frühen Kindesalters und fällt mit 
der Zeit des rapiden Wachstums des Skeletts in den ersten beiden 
Lebensjahren zusammen. Das Wesen der Erkrankung steht in man- 
Jelnder Kalksalzablagerung in dem wachsenden Knochen, so daß dieser 
weich wird und sich bei Belastung verbiegt. Dabei tritt eine charakteri- 
stische Anschwellung der Wachstumszone der Knochen an den Gelen- 
ken ein (im Volksmund: doppelte Glieder, an den Rippen: rachitischer 
Rosenkranz). Die Erkrankung entsteht durch mangelhafte Pflege, so 
besonders durch schlechte Wohnverhältnisse. Unsauberkeit, Mangel an 
Licht, Luft, Sonne und durch fehlerhafte Ernährung (Flaschentkinder), 
inseitige Ernährung mit Brot, Hülsenfrüchten, Kartoffeln oder ein- 
seitige Milchernährung nach dem Alter von K~1 Jahr, in dem der 
kindliche Körper bereits andere Stoffe zum Aufbau braucht, sind die 
Ursachen der Rachitis. Häufig sehen wir sie auch förmlich rapid nach 
schweren Verdauungsstörungen und Infektionskrankheiten entstehen. 
Klinisch zeigt sich die Erkrankung in allen Abstufungen, von den leich- 
esten Verbiegungen der unteren Gliedmaßen an, leichtestem X- oder 
D-Bein, bis zu einer solchen Weichheit der Knochen, daß es zu spon- 
tanen Brüchen kommt. Der Schädel ist dabei groß und unförmlich 
[rach. Wasssserkopf), der Leib aufgetrieben und dick (Hängebauch). Bei 
fortschreitendem Alter zeigt auch die Rachitis Neigung zu spontaner 
Heilung. So sehen wir nicht selten, daß sich gerade die rachitischen 
Beine von sselbst wieder gerade biegen. Wir müssen daher in allen 
frischen Fällen diese natürliche Heilungstendenz zu unterstützen 
suchen. Dies tun wir vornehmlich dadurch, daß wir die Patienten in 
Jesunde äußere Verhältnisse bringen und eine zweckentsprechende 
grtirachitische Diät verordnen. Letztere besteht im wesentlichen in 
êrabreichung einer gemischten Kost mit Bevorzugung von frischen 
srünen Gemüsen. Auch reifes Obst, Tomaten, Bananen und Apfel- 
sren werden zweckmäßig gegeben. Kartoffeln dagegen sollen nur als 
cartoffelbre: (mit Milch und Fett bereitet) verabfolgt werden. Von 
älters her haben sich Salz- und Solbäder als sehr heilkräftig erwiesen. 
M besten schickt man die schweren Fälle in die Sol- oder Seebäder.
	        

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Neuzeitliche Krüppelfürsorge. Aschendorff, 1926.
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