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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1689946490
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101093
Document type:
Monograph
Title:
Die deutsche Wirtschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Hobbing
Year of publication:
1926
Scope:
528 Seiten
Illustrationen
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
6. Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Handels
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

34 
Portugal. Nach dem Kriege hat sich die Zahl der Währungssysteme um 13, also 
auf 22, vermehrt. Die neuen Währungseinheiten sind im allgemeinen 
(bic Stabilisierungskurse waren meist sehr niedrig!) erheblich kleiner als früher. 
a) Silberwährung 
Die Metallwährung ist entweder einfache Währung sGold- oder Silber 
währung) oder Doppelwährung smehrere Geldstoffe). 
Reine Silberwährung besteht, wenn die Privatprägung in Silber frei 
gegeben ist, wenn Barrensilber nach Belieben in Währungsmünze um 
gewandelt werden kann, und wenn außerdem mindestens eine Silber 
münze im Jnlande bis zu jedem Betrage vollgültiges Zahlungsmittel ist. 
Silber ist alsdann der alleinige Wertmesser. Ausschließlich in Sil 
bermünzen muß der Schuldner zahlen, müssen sämtliche Verbindlich 
keiten erfüllt werden. Goldmünzen sind eine Ware, die zu einem unter 
den Parteien zu vereinbarenden Kurse in Zahlung genommen wird. 
So hatte früher in Preußen der Friedrichsd'or einen veränderlichen Kurs 
gegenüber dem silbernen Taler; er schwankte zwischen 5 Taler 19 und 5 Taler 
21 Silbergroschen. 
Bis Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts war Silber 
als Währungsmetall vorherrschend, und zwar in Form der Parallel-, 
Doppel- und Silberwährung. Nur England war schrittweise zur Gold 
währung übergegangen. Erörterungen über Einführung der Goldwährung 
in Deutschland waren nur eine „Doktorfrage". Das Gold hätte gegen 
Silber, das bisher Währungsgeld war, angekauft werden müssen, wozu aber 
Mittel nicht vorhanden waren. Erst die französische Kriegskontribution, 
der „Milliardensegen", machte es Deutschland möglich, von der Silber- 
zur Goldwährung überzugehen. Der Beschluß, die Goldwährung einzu 
führen, war der erste Anlaß zur Entwertung des Silbers. 
Dem Beispiele Deutschlands folgten im Jahre 1873 Holland und 
die skandinavischen Staaten. Als dann noch im Jahre 1878, 
veranlaßt durch den bereits eingetretenen großen Rückgang des Silber 
preises, die Staaten der lateinischen Münzunion die Prägung der Silber- 
Kurantmünzen einstellten, war das Schicksal des „weißen Metalles" ent- 
schieden. Infolge erhöhter Produktion des Silbers und seiner Demo 
netisierung sd. h. Währungsgeld wurde nicht mehr daraus geprägt) 
war der weitere Preisfall auf die Dauer nicht zu verhindern.
	        

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Die Theorie Der Volkswirtschaft. Verlag von Arthur Kade, 1912.
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