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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Monograph

Identifikator:
1689946490
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101093
Document type:
Monograph
Title:
Die deutsche Wirtschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Hobbing
Year of publication:
1926
Scope:
528 Seiten
Illustrationen
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
10. Wirtschaftliches Organisationswesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Statische oder dynamische Zinstheorie?
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Einige vergleichende Bemerkungen über die Lösungsversuche des Preisbildungs- und Verteilungsproblems bei Cassel und Schumpeter und die Problemstellung
  • Erster Teil. Darstellung der Casselschen und der Schumpeterschen Zinstheorie
  • Zweiter Teil. „Statische" oder „dynamische" Zinstheorie?
  • Dritter Teil. Zusammenfassende Schlußbemerkung

Full text

98 
steht, öder aber, ob der Unternehmer sich zusätzliche Kaufkraft 
borgt und damit die nötigen Subsistenzmittel herbeischafft, 
Immer sind es Subsistenzmittel, die der Unternehmer braucht, 
um die geplanten neuen Kombinationen durchführen zu könrien, 
und denen er deshalb in beiden Fällen etwas vom Ertrage zu- 
rechnen muß. Daß hier kein Unterschied vorliegt, gibt Schum- 
peter selbst zu, wenn er bei Besprechung des bekannten 
Roscherschen Beispiels vom isolierten Fischer den Genuß- 
gütervorräten keine besondere Funktion zuerkennt, obgleich 
hier freiwillig gespart wird!). Also auch hier ist nicht bewiesen, 
weshalb der Schumpetersche Unternehmer den Subsistenz- 
mitteln, die er auf jeden Fall zur Durchführung der neuen Kom- 
binationen benötigt, von seinem Gewinne nichts zurechnen wird, 
Oder leistet diese Aufgabe etwa eine andere Serie von Aus- 
sprüchen? „Endlich kann der Unternehmer Arbeitern und 
Grundherren auch nicht Genußgüter „vorschießen‘‘, weil er 
sie ja nicht hat. Kaufte er sie, so bedürfte er eben dazu der 
Kaufkraft, Über diesen Punkt kommen wir nicht hinweg, da 
es sich stets um Güterentzug aus dem Kreislauf handelt‘“*). 
Während es in der Statik im Prinzip nur Bargeschäfte gibt, 
„jeder, der Käufer wird, zum gleichen Betrage in Geld vorher 
Verkäufer war, so gibt es bei Durchsetzung neuer Kombinationen 
sicherlich eine solche Kluft zu überbrücken, Sie zu überbrücken 
ist die Funktion des Kreditgebers, und er erfüllt sie, indem er 
dem Unternehmer ad hoc geschaffene Kaufkraft zur Verfügung 
stellt. Dann brauchen die Lieferanten von Produktionsmitteln 
nicht zu. „warten“, und trotzdem braucht der Unternehmer 
ihnen weder Güter noch vorhandenes „Geld“ vorzuschießen“‘?). 
„Nirgends gibt es in diesem Nexus Kreditgeben in dem Sinn, 
daß irgendwer auf den Gegenwert seiner Leistung in Gütern 
warten und sich mit einer Forderung begnügen müßte‘‘*). 
Wir stimmen mit Schumpeter vollständig darin überein, 
1) Schumpeter, Entwicklung, 1. Aufl., S. 315/16. Vgl. auch Schum- 
peter, Entwicklung, S. 219, wo er bei der Diskussion des Beispiels vom 
isolierten Herrenhof betont, daß es völlig gleichgültig sei, ob alle - Mit- 
wirkenden auch individuell die neuen Ziele billigen und die evtl. Vorrats- 
sammlung vorzunehmen bereit sind. 
2) Schumpeter, Entwicklung, S. 141/42. % ebda., S. 154. 
“ ebda., S. 109.
	        

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Anhang. Bibliographie. Register. Weidmann, 1909.
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