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Forstwirtschafts-Politik

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Bibliographic data

fullscreen: Forstwirtschafts-Politik

Monograph

Identifikator:
1690009462
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101382
Document type:
Monograph
Author:
Weber, Heinrich http://d-nb.info/gnd/11716383X
Title:
Forstwirtschafts-Politik
Place of publication:
Neudamm
Publisher:
Neumann
Year of publication:
1926
Scope:
X, 324 S
Taf
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Haupt-Teil. Die deutsche Forstwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Forstwirtschafts-Politik
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster vorbereitender Teil. Die deutsche Forst- und Holzwirtschaft der Gegenwart
  • Zweiter Haupt-Teil. Die deutsche Forstwirtschaft
  • Sach-Verzeichnis
  • Namens-Verzeichnis

Full text

Waldschutzgesezgebung. 195 
klimatischen Verhältnisse der Umgegend! völlig unerheblich ist“. Eine weitere Ver - 
ordnung vom Jahre 1878 bestimmt, daß bei Prüfung der Zulässigkeit von 
Kahlhieben strenger als bis dahin die örtlichen und klimatischen Ver- 
h äl t n i \ \ e zu berücksichtigen sind. 
In Mecklenburg - Sch wer in können nach dem Waldschutzgese ß vom 
10. März 1923 in der Nähe von Städten liegende Waldbestände, wenn sie der 
Bevölkerung als Erholungsstätte dienen, zu „Sch onb e st än d e n“ mit besschränkter 
Nutzung erklärt werden. 
Alle übrigen Länder des Deutschen Reiches haben weder eine besondere Schutwald- 
gesetgebung noch schutzwaldgesetzliche Bestimmungen in anderen Forstgesezen. Sie 
beschränken sich auf forstpolizeiliche Bestimmungen allgemeiner Natur, die allerdings in 
Baden und neuerdings auch in Hessen, wo nach dem Forsstverwaltungsgessez vom 
16. November 1923 alle Waldungen der forstpolizeilichen Aufsicht des Staates unter- 
stehen, besonders streng sind. 
Waldschutzgesetzgebung. 
Der „Schutzwaldgesetzgebung““ entgegen und gegenüberstellen läßt sich die „Wald- 
schulzgesezgebung“, d. i. die Gesetzgebung zur Sicherung des Waldes gegen Beeinträch- 
tigungen von außen. Während die Schutzwaldgesetzgebung – wie wir sahen – den 
Schutz der öffentlichen Interessen anstrebt und den Wald nicht um seiner selbst, sondern 
um dieser Interesssen willen schützen will, charakterisiert sich die Waldschutzgesetzgebung 
dadurch, daß sie den Schutz des Waldes als Selbstzweck anstrebt. 
Die Waldschutzgesetzgebung ist tunlichst abzugrenzen gegen zwei andere Disziplinen, 
mit denen sie in naher Berührung steht, gegen die L e h r e v o m Forstschutz und die 
Forststrafrechtslehre. Zwischen der Waldschutzgesetzgebung und der Forstschutz- 
lehre besteht der Unterschied, daß diese die mit den eigenen Mitteln des Waldbessitzers von 
diesem selbst zu ergreifenden Schutzmaßnahmen umfaßt, während jene gleichsam nur 
ergänzend, d. h. nur dann und insoweit eingreift, als die Kräfte der einzelnen Waldbesitzer 
für die wirksame Bekämpfung der Gefahren nicht ausreichen. Es muß allerdings zugegeben 
werden, daß die Grenze zwischen beiden Gebieten nicht haarscharf gezogen werden kann. – 
Auch die Grenze zwischen der Waldschutzgesezgebung und der Forststrafgesezgebung ist 
mehr oder weniger flüssig. Eine genaue Abgrenzung wird schon dadurch erschwert, daß 
in den Forsststrafgesetzen der meislen Länder ~ Preußen und Bayern ausgenommen – 
viele waldschutzgesetzliche Bestimmungen mitenthalten sind, die wegen der mit ihnen 
verquickten Strafandrohung selbst als Strafgesetz-Bestimmungen erscheinen. 
Schutz gegen Rechtsverletz ungen und Beschädigungen. 
Die Waldschutzgesetzgebung schützt den Wald nicht nur gegen Rechtsverletzungen durch 
Dritte, sie erläßt auch Vorschriften über die Erhaltung und pflegliche Behandlung des 
Waldes durch dessen Eigentümer sselbst. Ihre Maßnahmen sind teils präventiver, teils 
repressiver Natur. 
Maßnahmen vorbeugender Art sind: die Fesststellung des Rechts- 
bestandes durch dauernde Bezeichnung der Eigentumsgrenzen, ihre Vermessung, 
Kartierung, Beurkundung (Grundbuch) und Offenhaltung. Die Forstgesetze von mehreren 
1 2k 
.
	        

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Forstwirtschafts-Politik. Neumann, 1926.
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