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Wert und Kapitalprofit

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Bibliographic data

fullscreen: Wert und Kapitalprofit

Monograph

Identifikator:
1690628162
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-102656
Document type:
Monograph
Author:
Oppenheimer, Franz http://d-nb.info/gnd/118641417
Title:
Wert und Kapitalprofit
Edition:
3., völlig neu bearb. Aufl.
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1926
Scope:
IV, 79 S.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Der Kapitalprofit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wert und Kapitalprofit
  • Title page
  • Contents
  • I. Das Problem
  • II. Der statische Preis
  • III. Der Kapitalprofit
  • IV. Antikritische Nachlese

Full text

genauen Verhältnis zu dem von ihnen in ihrem Betriebe 
angelegten Kapitale steht *). 
Dieser Surplusgewinn ist das Problem des Kapitalprofits. So 
hat es, wie wir sahen, Karl Marx gestellt und so müssen auch 
wir es stellen. 
1. Die Theorien. 
Die meisten bürgerlichen Theoretiker haben sich sehr bemüht, 
einen Faktor aufzufinden, der es dem Kapitalisten gestattet, einen 
Aufschlag auf seinen Kostenpreis zu machen. Bald soll das 
Kapital als Inbegriff produzierter Produktionsmittel eine eigene 
„Wertproduktivität“ besitzen, bald soll es „Arbeit leisten“ oder 
„fruchtbar“ sein, bald soll der Faktor „Enthaltsamkeit“, aus dem 
das Kapital angeblich als Ersparnis aus früheren Produktionsperi- 
oden entstanden sei, eine eigene Vergütung beanspruchen dürfen, 
bald soll die „Nutzung“ des Kapitals neben seinem Verbrauch, oder 
die „Kapitaldisposition“ einen eigenen, vergütungsberechtigten 
„Produktionsfaktor“ darstellen. Böhm-Bawerk hat sich in seiner 
klassischen „Geschichte der Kapitalzinstheorien“ mit dem ganzen 
Aufwande seiner überragenden kritischen Kunst darum bemüht, 
alle diese Theoreme durch den immanenten Gegenbeweis als falsch 
darzutun. Das ist ihm denn auch im wesentlichen gelungen. Aber 
er hätte sich die große Mühe sparen dürfen. Denn alle diese Ver- 
suche der Lösung und alle ähnlicher Art, die einige dieser Er- 
klärungen eklektisch zusammenfassen, wie sie im unendlichen Spiel 
der „Kombination und Permutation“ immer neu auftauchen, sind 
längst durch eine wenig bekannte Auslassung von Marx voll- 
kommen erledigt: 
„Gesetzt nun, es sei durch irgendein unerklärliches Privilegium 
dem Verkäufer gegeben, die Ware über ihrem Werte zu verkaufen, 
zu 110, wenn sie ı00 wert ist, also mit einem nominellen Preis- 
aufschlage von 10%. Der Verkäufer kassiert also einen Mehrwert 
von ıo ein. Aber nachdem er Verkäufer war, wird er Käufer. 
1) Wir sehen hier davon ab, daß es geradeso verschiedene Stufen des Profits 
wie des Lohnes gibt. Solche Anlagen, die von der Gesellschaft als sicherer, ehrenvoller, 
reicher an Zukunftschancen usw. „qualifiziert“ sind (mögen sie es „Objektiv“ sein oder 
nicht), werfen selbstverständlich geringeren Profit ab, als solche, die als weniger sicher, 
ehrenvoll usw. qualifiziert sind. Denn selbstverständlich ist dort die Konkurrenz größer, 
und daher das statische Angebot im Verhältnis zur statischen Nachfrage größer, und der 
Preis, und somit die Gewinne am Preise, und das sich aus ihnen zusammensetzende 
Besitzeinkommen, der Profit, geringer. Auch das gehört zu den gegebenen „Daten“ 
unseres Problems. 
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Wert Und Kapitalprofit. Fischer, 1926.
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