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Wert und Kapitalprofit

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Bibliographic data

fullscreen: Wert und Kapitalprofit

Monograph

Identifikator:
1690628162
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-102656
Document type:
Monograph
Author:
Oppenheimer, Franz http://d-nb.info/gnd/118641417
Title:
Wert und Kapitalprofit
Edition:
3., völlig neu bearb. Aufl.
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1926
Scope:
IV, 79 S.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Der Kapitalprofit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wert und Kapitalprofit
  • Title page
  • Contents
  • I. Das Problem
  • II. Der statische Preis
  • III. Der Kapitalprofit
  • IV. Antikritische Nachlese

Full text

= 
Monopol dort, wo sie aus dauernden Ursachen nicht völlig frei 
wirken kann. Dieser Zustand äußert sich regelmäßig in einer „ein- 
seitigen Dringlichkeit der Nachfrage“, und die Folge ist, daß der 
Monopolist für das von ihm hergegebene Wertding von seinem 
Tauschgegner (den wir in Zukunft als seinen „Kontrahenten“ be- 
zeichnen werden) mehr, und dieser weniger von dem Preisgut er- 
hält, als bei voller freier Konkurrenz der Fall wäre. Jener streicht 
einen Monopolgewinn über den statischen Konkurrenzpreis hinaus 
ein, den dieser als Monopoltribut, d. h. als Abzug vom Ssta- 
tischen Preise seines in Tausch gegebenen Wertdinges abtritt. 
Das ist das allgemeine Gesetz. Nun unterscheiden wir aus 
rein praktischen Gründen der leichteren Verständigung zwischen 
Verkauf und Kauf, je nachdem die von uns gerade betrachtete 
Tauschpartei Geld empfängt oder hergibt. Logisch-theoretisch be- 
steht hier kein Unterschied: wer kauft, verkauft Geld, wer ver- 
kauft, kauft Geld. Aber es ist praktisch nützlich, zwischen den 
beiden Handlungen, und entsprechend auch zwischen dem Ver- 
kaufs- und dem Einkaufsmonopol zu unterscheiden. Beim ersten 
erhält der Monopolist mehr an Geld, als das Wertding bei völlig 
freier Konkurrenz wert wäre, als einen Surplusgewinn über seine 
„Kosten“ hinaus. Beim Einkaufsmonopol zahlt der Monopolist für 
das gekaufte Wertding weniger an Geld, als er zahlen müßte, wenn 
völlig freie Konkurrenz bestände. Wenn er Wiederverkäufer ist, 
kann er aber das eingekaufte Wertding zum vollen Konkurrenz- 
preis in seine Selbstkosten einsetzen, realisiert also, nur etwas 
später, den Mehrwert dennoch in Geld. 
Daraus geht hervor, daß der Profit seinem Ursprunge 
nach ohne weiteres erklärt ist, wenn sich zeigen läßt, daß die 
Kapitalisten den Arbeitern gegenüber ein Einkaufsmonopol beim 
Eintausch ihrer „Dienste“ besitzen. Wenn das der Fall ist, kaufen 
sie z. B. einen Dienst, der 6 M. wert ist, für 3 M. und verkaufen 
ihn, als in das Erzeugnis inkorporierten Wert, später für volle 6 M., 
womit dann der Mehrwert realisiert — und der Profit erklärt ist. 
Oder, um eine von mir vorgeschlagene Terminologie einzu- 
führen: der Profit läßt sich unmöglich aus der Monopol- Preis- 
Theorie, aber sehr einfach aus der Monopol- Lohn - Theorie dedu- 
zieren. Er entsteht nicht durch Aufschlag auf den Preis zu Lasten 
der Konsumenten, sondern durch Abzug vom Lohne zu Lasten 
der unselbständigen Produzenten, der Arbeiter. 
Nun kann gar kein ernsthafter Zweifel daran bestehen, daß 
in der Tat jeder Arbeitsvertrag unter einem Monopolverhältnis ab-
	        

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Wert Und Kapitalprofit. Fischer, 1926.
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