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Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation

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Bibliographic data

fullscreen: Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation

Monograph

Identifikator:
1691008664
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-102409
Document type:
Monograph
Author:
Aereboe, Friedrich http://d-nb.info/gnd/118647172
Title:
Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Parey
Year of publication:
1926
Scope:
28 S.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation
  • Title page

Full text

. 12 
Aus dieser Not können uns nur Mehrarbeit und Sparsamkeit heraus- 
helfen. Die Sparsamkeit aber muß wie erwähnt in erster Linie bei der 
Staatsverwaltung und allen ihren Organen einsetzen. Unsere Kapitalarmut 
wird heute durch die ungeheuren Steuern in unverantwortlicher Weise verschärft. 
Im Jahre 1913 wurden dem deutschen Volkseinkommen von 40 Milliarden 
Goldmark im ganzen an Steuern und Abgaben einschließlich Zöllen 112129/, 
entzogen. Im Jahre 1924 waren es dagegen etwa 33°/J des nur noch 
etwa 30 Milliarden Reichsmark betragenden Volkseinktommens. Es ist 
unverzeihlich, unter solchen Verhältnissen der Volkswirtschaft an Steuern 
mehr abzupressssen als irgend notwendig ist, und unumgänglich die Kosten 
der Staatsmaschinerie rücksichtslos abzubauen. Auch die Beamten müssen 
einsehen, daß heute jeder weniger haben muß als er vor dem Kriege hatte, 
sofern nicht der Staat, von dem er ja in erster Linie lebt, zugrunde gehen 
soll. Möglichst weitgehende Anstellung der Staatsbeamten auf besonderen 
Dienstvertrag ohne Pensionsberechtigung ist aber das wichtigste Mittel, um 
die Arbeitsleistungen in den Staatsbehörden zu steigern. 
Natürlich sind es nicht nur die Staatsbeamten, die man zur Bescheidung 
und zur Mehrarbeit aufrufen soll. Gleiches gilt vielmehr für alle Be- 
völkerungsschichten. Einstweilen ist das ganze deutsche Volk noch psychisch 
krank. Man glaubt sich in die schlimmste Zunftzeit versett, wenn man sich 
im Wirtschaftsleben umschaut. Nur ganz ausnahmsweise findet man das 
Streben, die Lage durch Mehrarbeit zu bessern. Meist stößt man dagegen 
auf das Streben, durch Preisvereinbarungen dafür zu sorgen, daß man 
weniger zu arbeiten hat. Ganz besonders schlimm sieht es diesbezüglich 
im Handwerk aus. Aber auch die Trusts und Syndikate sind vornehmlich 
Versicherungsanstalten für die schwachen sonst nicht lebensfähigen Unter- 
nehmungen. Auch viele Korporationen sind in erster Linie Einrichtungen, 
um den Unfähigen über Wasser zu halten. Manchmal kommt man sich 
vor, als wäre Deutschland zu einer großen Alters- und Invalidenversorgungs- 
anstalt oder zu einer Anstalt mit der Devise „Schutz für die Faulheit und 
Unfähigkeit‘ geworden. Wenn dieser Rentnergeisst, der nichts mit wahrer 
sozialer Fürsorge für Kranke und Ausgediente zu tun hat, nicht wieder 
aus dem Volke herausgebracht werden kann, dann wird unser Volk den 
langen und schweren wirtschaftlichen Kampf, der ihm bevorsteht, nicht ohne 
großes Reinemachen bestehen können. Glücklicherweise haben wir aber auch 
Volksschichten, die von diesem Rentnergeist oder Schlaraffengeist nicht an- 
gekränkelt sind. Dazu gehört in erster Linie der deutsche Bauernstand. Er 
hat nicht nur in der Kriegszeit krumm gelegen, sondern sich auch in der 
Inflationszeit größtenteils nicht zu einem üppigen Lebenswandel verführen 
lassen. In ihm regt sich auch der Sparsinn in erster Linie wieder, ganz 
besonders im deutschen Westen, wie man aus der Statistik der Sparkassen
	        

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Agrarkrisis Und Landwirtschaftliche Betriebsorganisation. Parey, 1926.
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