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Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation

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Bibliographic data

fullscreen: Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation

Monograph

Identifikator:
1691008664
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-102409
Document type:
Monograph
Author:
Aereboe, Friedrich http://d-nb.info/gnd/118647172
Title:
Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Parey
Year of publication:
1926
Scope:
28 S.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation
  • Title page

Full text

1 3 
ersehen kann. Nach der Korrespondenz des preußischen statistischen Landes- 
amtes haben sich die Einlagen der ländlichen Sparkassen, die in der In- 
flationszeit ganz zusammengesscholzen waren, bereits im Jahre 1924 merk- 
lich wieder gehoben und in der ersten Hälfte des Jahres 1925 sich mehr 
als verdoppelt. Die größten Bestände weisen dabei die Sparkassen des 
Rheinlandes auf; es folgt dann Westfalen und dann Hannover. Zusammen 
hatten die Sparkassen dieser drei Provinzen anfangs Juni d. J. 750 Millionen 
Reichsmark Einlagen. Die Sparkassen des ganzen übrigen Preußens dagegen 
zusammen nur 50 Millionen. Bei den Einlagen sind auch die kleineren Hand- 
werker und die Industriearbeiter erheblich beteiligt. Das sind erfreuliche An- 
fänge eines Gesundungsprozesses, der allmählich dahin führen muß, daß auch 
der Landwirtschaft, insbesondere der bäuerlichen des Westens, wieder mehr 
Geld zur Verfügung gestellt werden kann und zwar zu erträglichen Zins- 
bedingungen. Im allgemeinen zahlen die Sparkassen ihren Sparern heute 
ja nur 6.. bis. 8 '/9 Hinsen. Vor Ödem Kriege. haben die 20000 
genossenschaftlichen Sparkassen größtenteils die bäuerliche Landwirtschaft 
mit Geld versorgt. Die Spargroschen der kleinen Leute, die großenteils 
außerhalb der Landwirtschaft standen, haben dabei die Landwirtschaft be- 
fruchtee. Möglich war dies aber in erster Linie, weil unsere Industrie 
blühte. Auch die größeren Landwirte, namentlich diejenigen, denen es noch 
gut geht, müssen erheblich zur Kapitalbildung beitragen. Reduktion des 
unnötigen Personals für Ziergärten und Parkanlagen, der Kutscherställe, 
Minderung der Hausdomestiken und Einstellung aller dieser Leute in den 
produktiven landwirtschaftlichen Betrieb spielen dabei eine Hauptrolle. Eine 
amerikanische Dame, die sich mit großem Erfolge für die Amerikahilfe in 
Deutschland eingesett hatte, schrieb eines Tages an eine Freundin in 
Deutschland: „Wie ich höre, habt Ihr dort überall in den Häusern in Stadt 
und Land noch Dienstmädchen. Da kann es Euch doch unmöglich recht 
und angenehm sein, von amerikanischen Damen, die ihren ganzen Haus- 
halt allein besorgen, Unterstütungen zu empfangen.“ Wir müssen es eben 
noch viel mehr lernen, uns selbst zu helfen, uns an die veränderten Ver- 
hältnisse anzupassen. Je früher wir das tun, desto leichter wird uns das 
werden. Kommen tut diese Anpassung zwangsläufig doch. Heute ruft alles 
in allen Nöten nach Staatshilfe. Gewiß könnte auch der Staat mehr 
tun, wenn man alle Menschen bald zur Sparsamkeit und zur Mehrarbeit 
bringen könnte. Die Schwierigkeit liegt nur darin, daß dies nicht schnell 
gelingen kann und zur Voraussetzung hat, daß die Rufer nach Staatshilfe 
selbst mit Sparen und Mehrarbeit vorangehen müssen. Was soll der ver- 
armte Staat heute nicht alles leisten? Dem einen soll er ausreichende 
Preise für seine Erzeugnisse garantieren, als ob er die Menschen zum 
Kaufen zwingen könnte, zumal wenn sie kein Geld haben. Der andere fordert
	        

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Agrarkrisis Und Landwirtschaftliche Betriebsorganisation. Parey, 1926.
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