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Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation

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Bibliographic data

fullscreen: Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation

Monograph

Identifikator:
1691008664
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-102409
Document type:
Monograph
Author:
Aereboe, Friedrich http://d-nb.info/gnd/118647172
Title:
Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Parey
Year of publication:
1926
Scope:
28 S.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation
  • Title page

Full text

. 2. - 
Zeiten ohne Ruin seines Besitzers überstehen kann. Wer heute 
meint, Ersparnisse auf die hohe Kante legen zu müssen, wird zum Narren 
werden. Wer jeden Pfennig, den er erübrigt und geliehen erhalten kann, 
in den Betrieb steckt, um dessen Erträge und Ertragsfähigkeit zu steigern, 
der wird als vorsorglicher Hausvater bestehen. 
Es ist nicht wahr, daß man heute (1922) deshalb nicht bauen kann, 
weil die Gebäude zu teuer geworden sind, daß man keine arbeitsparenden 
Einrichtungen schaffen kann, weil diese zu teuer sind, daß man nicht 
drainieren und keine sonstigen Meliorationen durchführen kann, weil diese 
zu teuer sind. Heute kann man alle diese Dinge noch durchführen, weil 
die Kosten im Vergleich zu den Erzeugnispreisen nicht gestiegen sind. Die 
Zeiten, wo solche Betriebsverbesserungen von Landwirten nicht 
bezahlt werden können, sind nicht heute, sondern sie werden erst 
mit der wachsenden Eingliederung unserer Volkswirtschaft in die 
Weltwirtschaft kommen.“ 
Grundsätzlich ist alles so gekommen, wie ich vorausgesagt habe. Im 
Ausmaß aber ist alles viel schlimmer gelaufen, weil der Ruhrkampf die 
Geldentwertung und mit ihr die Ausplünderung des ganzen Deutschen 
Reiches in ein Galopptempo versetzt hat, bis so gut wie nichts mehr zu 
entwerten war. 
Das Rheinland haben wir Gott sei Dank gehalten. Aber an den 
Kosten des deutschen Rheines werden wir noch manches Jahrzehnt zu 
würgen haben. Wollen wir darum jammern und klagen? 
Je unfähiger der Mensch ist, desto mehr klagt er bei jedem Miß- 
geschick und Unglück das Schictsal an. Je tüchtiger der Mensch ist, desto 
mehr beißt er im Unglück die Zähne aufeinander, desto mehr rafft er seine 
ganze Arbeitsenergie zusammen, um wieder hoch zu kommen. Noch ist die 
Hauptmasse des deutschen Volkes nicht völlig entmannt. Ist schon das 
Leben der Güter höchstes nicht, noch viel weniger sind es die materiellen 
Güter, um die es ja doch zunächst allein geht. Ist es wirklich so schlimm, 
wenn wir an materiellen Gütern erheblich ärmer geworden sind, wir uns 
alle auf wirtschaftlichem Gebiete stark einschränken müssen? Ich glaube das 
nicht. Denken wir daran, wie bescheiden unsere Vorfahren noch vor hundert 
Jahren gelebt und was sie nach den Freiheitskriegen geleistet haben. Auch 
damals konnte man in Deutschland Rittergüter gegen die Bezahlung ge- 
ringer Steuerreste kaufen, und doch ist die deutsche Landwirtschaft nach 
etlichen Jahrzehnten der Not wieder hoch gekommen, ja wie nie vorher 
erblüht, so erblüht, wie sie niemals hätte erblühen können, wenn die 
Freiheitskriege nicht als Zuchtrute vorangegangen wären. Wollen wir aber 
die rechten Wege zum Aufstiege auch auf matcriellem Gebiete finden, so ist 
eine klare Einsicht in unsere Lage erste Voraussezung. Im Augenblicke
	        

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Agrarkrisis Und Landwirtschaftliche Betriebsorganisation. Parey, 1926.
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