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Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation

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Bibliographic data

fullscreen: Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation

Monograph

Identifikator:
1691008664
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-102409
Document type:
Monograph
Author:
Aereboe, Friedrich http://d-nb.info/gnd/118647172
Title:
Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Parey
Year of publication:
1926
Scope:
28 S.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation
  • Title page

Full text

. 
Geld herbekommen, wenn seine Abnehmer kein Geld haben?“ In Agrar- 
exportländern ist eben der Bauer der Mann, der das Geld ins Land zieht 
und an die anderen Bevölkerungsschichten weitergibt, diese befruchtet. In 
Ländern mit überwiegendem Export von Industrieerzeugnissen und auf diesen 
eingestellter Industriebevölkerung müssen die Industrien das Geld ins Land 
ziehen und damit die Landwirtschaft befruchten. Versagt die Industrie, 
so leidet die Landwirtschaft Not. 
Die industrielle Bevölkerung eines Landes kann auch ohne eine blühende 
heimische Landwirtschaft existieren, wenn sie einen ausreichenden Auslands- 
markt für Rohstoffbezug und Fabrikatabsat hat. Die Landwirtschaft eines 
Landes aber kann ohne eine kaufkräftige Inlandindustriebevölkerung nur 
extensiv betrieben werden, es sei denn, daß sie sich wie die dänische Land- 
wirtschaft ebenfalls auf umfangreichen Rohstoffbezug vom Auslande und 
Absatz der Agrarprodukte ins Ausland einstellt. 
Graf Kanitz hat die Situation der deutschen Landwirtschaft am 
28. Oktober v. J. in der Vertreterversammlung des Reichslandbundes sehr 
treffend mit folgenden Worten charakterisiert: „Das gefährlichste Moment 
für die deutsche Landwirtschaft ist heute, daß sie unter einer Absatkrise, 
nicht nnter einer Produktionskrisse leidet. Diese aber hängt mit dem Nieder- 
gange der deutschen Gesamtwirtschaft zusammen, die auf der Erlahmung der 
europäischen Konsumkraft beruht, welche also keine innerdeutsche An- 
gelegenheit allein ist.“ 
Wie sehr die Kaufkraft unserer Industriebevölkerung gesunken ist, das 
erkennt man am besten an der Relation zwischen den Schweinepreisen 
einerseits und den Rindviehpreisen andererseits. Je ärmer die Bevölkerung 
wird, desto mehr nährt sie sich von Kartoffeln und Schweinefett unter Ein- 
schränkung des eigentlichen Fleischkonsums. Auch die Spannung zwischen 
den Weizenpreisen einerseits und den Roggenpreisen andererseits, die nie 
so groß gewesen ist wie heute, beweist die wachsende Verarmung des deut- 
schen Volkes. 
Auch erneute Auslandskredite können hier nur soweit helfen, als sie 
die Exportfähigkeit der Inlandsindustrie steigern. Das tun sie, soweit sie 
an sich gesunde Anlagen, deren Produkte auf dem Weltmarkte noch kon- 
kurrenzfähig sind, von den Kriegsschäden befreien helfen, oder wenn sie die 
Arbeitsmethoden soweit rationalisieren helfen, daß diese Konkurrenzfähigkeit 
erreicht wird. Im übrigen sind sie schädlich, weil sie nichts bedeuten als 
eine Erleichterung der Gegenwart auf Kosten der Zukunft. Ein großer 
Teil der bisher aufgenommenen Auslandskredite hat dazu gedient, im 
Augenblick den in der Inflationszeit angewöhnten Luxuskonsum aufrecht 
zu erhalten und wird daher nur den kommenden Katenjammer ver- 
stärken.
	        

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Agrarkrisis Und Landwirtschaftliche Betriebsorganisation. Parey, 1926.
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