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Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation

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Bibliographic data

fullscreen: Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation

Monograph

Identifikator:
1691008664
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-102409
Document type:
Monograph
Author:
Aereboe, Friedrich http://d-nb.info/gnd/118647172
Title:
Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Parey
Year of publication:
1926
Scope:
28 S.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Agrarkrisis und landwirtschaftliche Betriebsorganisation
  • Title page

Full text

hidliothek 
Heraushelfen aus dieser allgemeinen Not können nur Me feet 
rationellere Arbeit und Sparsamkeit des ganzen Volkes. Diese \aklei D 
können ganz allmählich zu einer gesunden Kapitalbildung SC Kien «* 
Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkte heben. Diese Mehrarbeit undf 
Sparsamkeit müssen in allen Berufen und Bevölkerungsschichten endlich 
Platz greifen, beginnend bei den Staatsregierungen und allen ihren Organen. 
Ein armes Volk kann nicht dasselbe verbrauchen wie ein reiches. Tut es 
dies zeitweilig doch, so wird es in Zukunft um so mehr darben. 
Unsere Zahlungsbilanz war im Jahre 1924 mit rund 3 Milliarden 
Reichsmark passiv. Im Jahre 1925 werden es annähernd 4 Milliarden 
werden. Das bedeutet doch nichts als fortgesettten Ausverkauf des Restes 
unseres Volksvermögens ans Ausland infolge ungenügender Arbeit und 
Sparsamkeit. Unmöglich kann das lange gehen. Einmal wird unsere 
Zahlungsbilanz aus der Passivität herauskommen, selbst wenn große Teile 
des deutschen Volkes dabei zugrunde gehen sollten. Auch in Rußland ist 
die Zahlungsbilanz aktiv geworden. 
Wenn so schon das Bild der absehbaren wirtschaftlichen Zukunft des 
deutschen Volkes ein ziemlich düsteres ist, so kann das auch bezüglich der 
deutschen Landwirtschaft nicht viel anders sein. In diesem Herbsste haben 
allerdings besonders viele, sehr ungünstige Momente zusammengewirkt, um 
das derzeitige traurige Bild zu zeitigen. Obenan steht dabei die über 
Erwarten hohe Welternte, besonders in Getreide, namentlich in Roggen. 
Zugleich aber ist der Roggenbedarf in den Vereinigten Staaten infolge der 
Trockenlegung derselben stark gesunken. Früher wurde ein großer Teil der 
dort und in Kanada geernteten Roggenmengen zu Whisky verbrannt. Diese 
Verhältnisse haben besonders die Preise für unseren Exportroggen wesentlich 
gedrückt. Auch die gute Roggenernte in Polen hat die Preise des Roggens 
in unseren wichtigsten Exportländern Schweden, Norwegen, Finnland, 
Baltikum sehr ungünstig beeinflußt. Dann ist besonders dazu gekommen, 
daß die Aussicht auf Getreidezölle Leute, die nicht wußten, daß Deutschland 
gar keinen Mangel an Brotgetreide überhaupt, sondern nur einen spezifischen 
Mangel an Weizen als Umtauschgut für Roggen aufweist, die deshalb auch 
glaubten, daß die Getreidezölle die Inlandspreise stark steigern würden, zu 
einer spekulativen Einfuhr an Mehl und Getreide verleitet haben, welche 
stark drückend auf die Preise eingewirkt hat.1) Das Schlimmste dabei war, 
daß dies mit den Notverkäufen der Landwirte vor den Wechselfälligkeits- 
terminen zusammenfiel und auch der Handel und die Mühlen bei der un- 
geheuren Geldknappheit keine Vorratskäufe machen konnten. Die Folge 
war, daß die Roggenpreise im Inlande zeitweilig unter die Weltmarkts- 
1) In Ostpreußen kostete z. B. die Tonne Roggen Mitte Juli d. J. noch 224,50 Mart, 
anfangs Oktober nur noch 144 Mark.
	        

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Agrarkrisis Und Landwirtschaftliche Betriebsorganisation. Parey, 1926.
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