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Die russische Weltanschauung

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Bibliographic data

fullscreen: Die russische Weltanschauung

Monograph

Identifikator:
1691740837
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101476
Document type:
Monograph
Author:
Frank, Semen L. http://d-nb.info/gnd/118692739
Title:
Die russische Weltanschauung
Place of publication:
Charlottenburg
Publisher:
Pan-Verl. Heise
Year of publication:
1926
Scope:
41 S.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die russische Weltanschauung
  • Title page
  • I.
  • II.
  • III.
  • IV.
  • V.

Full text

eigentlich nur für den Augenblick des Erfassens selber. Der Begriff 
des Seins selber, in seiner ganzen Transzendenz, d.h. in seiner Un- 
abhängigkeit von jeglicher Erkenntnis, wird dadurch nicht genügend 
erklärt. Es ist überhaupt aussichtslos, zu diesem Begriffe wirklich zu 
gelangen, insofern wir von dem Bewußtsein, als von dem einzigen 
primären Punkte, unseren Ausgang nehmen. Wenn wir eine Idee 
vom Sein haben — nicht vom Sein des Bewußtseins, oder für das 
Bewußtsein, sondern vom Sein an sich — und ohne diese Idee fällt 
die Transzendenz, und mit ihr der ganze Sinn der Erkenntnis zu- 
sammen — so müssen wir sie in einer ganz primär-unmittelbaren 
Form haben. Und wir haben sie auch tatsächlich, — und nicht nur 
in unserem eignen Sein, sondern, damit das letztere selber möglich 
sei, im Sein überhaupt, zu dem wir gehören. Daß etwas überhaupt 
ist, und daß also das Sein selber ist, — ist viel evidenter, als daß wir 
Bewußtsein haben. Auf die Frage der kritischen Philosophie: ist das 
Sein außerhalb uns, oder nur innerhalb uns, in unserem Bewußtsein?, 
muß geantwortet werden, daß beides zugleich dadurch verbürgt wird, 
daß wir innerhalb des Seins sind. Alle Erkenntnis, alles Bewußtsein, 
alles Begreifen ist schon eine sekundäre, abgeleitete Form des Aneig- 
nens, des Seins, die das Sein in die ideelle Form hinüberführt; das 
Primäre, das ganz Selbstevidente ist, sozusagen, das Sein im Sein, 
das unmittelbare Hervortreten und Sichoffenbaren des Seins selber, 
das wir im ontologischen Wesen des unmittelbaren Erlebnisses haben. 
Es genügt, von dem gewöhnlichen Subjektivismus, von der Vorstellung, 
die Menschenpsyche, unser inneres Sein sei ein ganz eigentümliches, 
in sich verschlossenes und dem wahren Sein gegenüberstehendes sub- 
jektives Gebilde, los zu werden, um zu erblicken, daß wir durch unser 
Sein und in ihm zugleich und unmittelbar mit dem Sein selber zu- 
sammenhängen, in ihm bestehen und es also ganz unmittelbar — 
nicht durch das erkennende Bewußtsein, sondern durch das primäre 
Erlebnis — besitzen. Bestünde die Außenwelt und überhaupt das 
Gebiet des Objektiven aus einzelnen und uns ganz fremden Stücken, 
so könnten wir nie gewiß sein, daß etwas wirklich ist und nicht nur 
uns im Augenblicke der Erkenntnis erscheint. Da aber jeder einzelne 
Gegenstand nur im Rahmen und auf Grund eines einzigen allum- 
fassenden Seins, des Seins selber, gedacht werden kann — und zwar 
desselben Seins, das auch uns selber umfaßt und durchdringt — so 
haben wir darin, in diesem Innewerden des Seins selber, das jeglicher 
Erkenntnis vorangeht und ihren Sinn begründet, die absolute Ge- 
währ für die Objektivität unserer Erkenntnis. 
Das unmittelbare Gefühl, daß mein Sein eben ein Sein ist, daß es 
zum Sein gehört und in ihm eingewurzelt ist, und daß der ganze 
Lebensgehalt der Persönlichkeit, ihr Denken wie ihr Tun, nur aus 
diesem Boden ihr zufließt, — dieses Gefühl eines Seins, das nicht 
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