Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die russische Weltanschauung

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die russische Weltanschauung

Monograph

Identifikator:
1691740837
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101476
Document type:
Monograph
Author:
Frank, Semen L. http://d-nb.info/gnd/118692739
Title:
Die russische Weltanschauung
Place of publication:
Charlottenburg
Publisher:
Pan-Verl. Heise
Year of publication:
1926
Scope:
41 S.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die russische Weltanschauung
  • Title page
  • I.
  • II.
  • III.
  • IV.
  • V.

Full text

logie von Florensky und Bulgakow eine zentrale Rolle spielt. Die 
Menschheit und durch sie die ganze Welt ist „das werdende Absolute“, 
„der werdende Gott“, im Unterschiede vom und zugleich in engster 
Beziehung zum „seienden Absoluten“. Die Bestimmung der Mensch- 
heit ist, die Sophia in sich zu verkörpern und dadurch sich mit dem 
Gottmenschen Christus zu vereinigen. Die ganze Menschheitsgeschichte 
ist eben ein „gottmenschlicher Prozeß“ solch einer Weltverklärung. 
In diesem allgemeinen Rahmen werden die mannigfaltigsten Gedanken 
entwickelt, die Erkenntnistheorie, Ontologie, Geschichtsphilosophie, 
Ethik und Ästhetik umfassen. Das ganze mündet doch in eine Ge- 
schichtsphilosophie ein, in die Schilderung der geschichtlichen Ent- 
wicklung, durch die die Menschheit gerettet und die ganze Welt ver- 
klärt wird. In dieser Geschichtsauffassung mischen sich bei Solow- 
jew in eigentümlicher Weise „slawophile“ und „westlerische“ Ge- 
danken untereinander. Vom universalistischen Geiste durchdrungen, 
sehnt er sich nach einer Wiedervereinigung der beiden großen christ- 
lichen Kirchen (auch im persönlichen Glauben neigt er zum Katholi- 
zismus) und damit zugleich zu einer Synthese der westlichen und öst- 
lichen Kultur; er glaubt auch in echt „westlerischen‘“ Weise an den 
Fortschritt; und der westliche Humanismus, der dem Osten fehlt, er- 
scheint ihm als eine echt christliche Richtung. Das „Menschliche“ des 
Westens muß mit dem „Göttlichen“ des Ostens wiedervereinigt werden, 
damit ein wahres Gottmenschentum entstehe. Andererseits ist Solow- 
jew in seiner organischen Weltanschauung, die auch bei ihm zu einer 
scharfen Kritik des Rationalismus, der individualistischen Zersplitte- 
rung des Lebensganzen, des mechanischen, auf „abstrakten Prinzipien“ 
und kaltem, sachlichem Verkehre aufgebauten Lebensgefüge der west- 
lichen Welt führt, den Slawophilen besonders nahe verwandt; und 
er war es eigentlich, der dieser, in der Mitte des 19. Jahrhunderts 
vergessenen Weltanschauung zu einer Wiedergeburt verhalf. In seinen 
letzten Jahren kommt auch Solowjew zu einer pessimistischen Welt- 
anschauung, verwirft seinen Lieblingsgedanken von einer stetigen, 
fortschrittlichen Christianisierung und Vergöttlichung der Menschheit 
und ahnt (in seinem letzten Werke, den „drei Gesprächen“) den nahe 
bevorstehenden Weltuntergang und die ihm vohergehende Ausbreitung 
der Macht des Bösen. 
Solowjews glänzende und doch in gewissen Hinsichten jugendlich- 
unreife Gestalt war eine Übergangserscheinung. Unter seiner Kin- 
wirkung oder in unmittelbarer Berührung mit ihm entstand in den 
80—90er Jahren des 19. Jahrhunderts eine mächtige, geistige Strömung, 
die bis zu unseren Tagen fortdauert und eine national-russische reli- 
gionsphilosophische Richtung bildet. Fast gleichzeitig mit Solowjew, 
wirkte der merkwürdige, geistig wiederum ganz urwüchsige Schrift- 
steller W. Rosanorm, in dessen religiösem Lebensgefühl das heidnisch- 
38
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Russische Weltanschauung. Pan-Verl. Heise, 1926.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.