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Der Weg der Reparation

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weg der Reparation

Monograph

Identifikator:
1724503022
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-104526
Document type:
Monograph
Author:
Bergmann, Carl http://d-nb.info/gnd/133570878
Title:
Der Weg der Reparation
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Societäts-Druckerei G.m.b.H., Abteilung Buchverlag
Year of publication:
1926
Scope:
409 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Teil II. Die Politik der Erfüllung und der Kampf um das Moratorium
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weg der Reparation
  • Title page
  • Contents
  • Teil I. Von Versailles zum Londoner Ultimatum
  • Teil II. Die Politik der Erfüllung und der Kampf um das Moratorium
  • Teil III. Die Besetzung des Ruhrgebiets
  • Teil IV. Der Dawesplan
  • Teil V. Der Ausblick auf das Ziel

Full text

der alliierten Länder zu tun. Wir kamen keinen Schritt weiter, 
wenn wir nur mit unserem Elend an die Reparationskommission 
appellierten, Wir mußten ihr etwas Ordentliches bieten, und zwar 
außer Sachleistungen auch noch Geld, 
Einem Moratorium, unter dem Deutschland wenig oder gar 
nichts zu leisten haben würde, stellte sich vor allem Frankreich 
feindselig gegenüber, Es hatte von allen alliierten Mächten die 
größten Verluste erlitten. Auf seinem Boden waren die Ent- 
scheidungskämpfe des Weltkrieges geführt worden. Die durch 
den Krieg im Lande angerichteten Verwüstungen waren entsetz- 
lich. Frankreich hatte alsbald nach dem Waffenstillstand seinen 
Wiederaufbau selber energisch in die Hand genommen und inner- 
halb weniger Jahre die äußerlich sichtbaren Schäden, abgesehen 
von Fabriken und Wohnhäusern, aus eigenen Mitteln beinahe ganz 
beseitigt, die zerstörten Eisenbahnen und Straßen wieder her- 
gestellt und wesentlich verbessert und die verwüsteten Felder 
fast vollständig wieder unter den Pflug genommen, Diese ge- 
waltigen Ausgaben von vielen Milliarden Goldfrancs waren durch 
innere Anleihen, in der Hauptsache durch die kurzfristigen Bonds 
de la Defense Nationale, finanziert worden, also ohne Inanspruch- 
nahme der Notenpresse, Wenn es aber nicht gelang, bald größere 
Beträge als Reparation von Deutschland zu erhalten, so blieb 
Frankreich für lange Jahre unter einer drückenden Schuldenlast 
und ohne geordneten Staatshaushalt. Frankreich hatte daher ein 
Lebensinteresse an schnellem Beginn der Reparationszahlungen, 
von denen ihm allein 52 Prozent zufielen, Wir haben schon ge- 
sehen, daß infolge der gewaltigen Besatzungskosten von allen 
Leistungen Deutschlands vor dem 1. Mai 1921 nichts für die 
Reparation übrig blieb. Aber auch von der Milliarde Goldmark, 
die Deutschland im Sommer 1921 gezahlt hatte und die bei der 
Konferenz der alliierten Finanzminister in Paris vom 13, August 
1921 aufgeteilt wurde, erhielt Frankreich nichts, Die eine Hälfte 
davon ging an England für ungedeckte Besatzungkosten vor dem 
1, Mai 1921, die andere Hälfte an Belgien, Die belgische Priorität, 
von der wir schon sprachen, war ursprünglich auf zwei Milliarden 
Goldmark festgesetzt. Aus den deutschen Zahlungen bis Ende 
142
	        

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Citation recommendation

Der Briefwechsel Zwischen Marx Und Engels 1861-1867 / Herausgegeben von D. Rjazanov. Marx-Engels-Verlag G. M. B. H., 1930.
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