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München als Industriestadt

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Bibliographic data

Contents: München als Industriestadt

Monograph

Identifikator:
1737338890
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-112196
Document type:
Monograph
Author:
Wilden, Josef http://d-nb.info/gnd/117380016
Title:
Mehr Freiheit im Welthandel!
Edition:
Als Hs. gedr.
Place of publication:
Düsseldorf
Publisher:
Industrie-Verl.
Year of publication:
[1926]
Scope:
35 S.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
4. Valuta- Dumping
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • München als Industriestadt
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt: Klassen- und Berufsgliederung der Münchener Bevölkerung mit besonderer Berücksichtigung der Arbeiterklasse
  • Zweiter Abschnitt: Soziale Gliederung der Erwerbstätigen und Zuzugsverhältnisse der Arbeiter
  • Dritter Abschnitt: Allgemeine Lage und Lebensbedingungen der Münchener Industrie
  • Vieter Abschnitt, Teil I. Graphische Industrie, Buchgewerbe, Zeitungsdruck und Verlagswesen
  • Vierter Abschnitt, Teil II. Kunstgewerbe-Industrie
  • Fünfter Abschnitt, Teil I. Bierbrauerei
  • Fünfter Abschnitt, Teil II. Maschinen- und Eisenindustrie
  • Fünfter Abschnitt, Teil III: Sonstige bemerkenswerte Industrien

Full text

128 
sondere Kenntnisse und wird vom Arbeiter ohne erhebliche 
Schwierigkeiten gelernt. 
Ein ebenso altehrwürdiges Gewerbe wie das der Bierbrauer 
ist die Böttcherkunst, welche den größten Anteil an der 
fortschreitenden Entwicklung der Brautechnik hatte und sich 
nur infolge des schnellen Wachstums des Braugewerbes zu 
einer Großindustrie emporzuschwingen vermochte. Lange Zeit 
hatte sich die Methode der Faßherstellung gar nicht oder 
kaum geändert. Der Sohn lernte es vom Vater und hinterließ 
seinerseits wieder seinen Nachkommen die so erworbene Wis 
senschaft. Ein Umschwung trat erst ein, als im letzten Drittel 
des neunzehnten Jahrhunderts auch auf diesem Gebiet die 
Mechanik mitzureden begann und nach einigen tastenden Ver 
suchen die ersten brauchbaren Faßfabrikationsmaschinen ge 
baut wurden. Daß in Bayern, dem Lande der Bierbrauerei, 
und besonders in seiner Hauptstadt, in München, die Faß 
fabrikation auf hoher Stufe steht, daß sie in Technik und 
Materialverwendung für die deutschen Faßfabriken tonangebend 
geworden ist, darf beinahe als selbstverständlich vorausgesetzt 
werden. 
Zu den größten und ältesten Fabriken dieses Nebenge 
bietes der Brauindustrie gehört die Münchener Mechan. 
Faßfabrik, Jos. Dorn, die im Jahre 1842 gegründet sich 
von Anfang an der manuellen Faßherstellung widmete und 
lediglich für die benachbarten Brauereien arbeitete. Sie er 
kannte als eine der ersten Firmen des Kontinents den Weg 
des Fortschritts, der sich durch Einführung der Faßfabrikations 
maschinen eröffnete und nahm schon im Jahre 1888 die me 
chanische Herstellung auf, wodurch sie erst zur Faßfabrik 
wurde und über den Rahmen des alten Böttchergewerbes zu 
stehen kam. Die Fabrik blieb nun in ständiger Fühlung mit 
den in Betracht kommenden Maschinenfabriken, denen sie selbst 
auf Grund ihrer Erfahrung manchen wertvollen Wink zuteil 
werden ließ und deren Neuerungen stets sofort in der Dorn- 
schen Fabrik in die Praxis umgesetzt wurden. Deshalb stand 
die Firma Dorn von Anfang an an der Spitze der deutschen 
Faßfabriken, und ihre Einrichtung kann als mustergiltig be 
zeichnet werden.
	        

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München Als Industriestadt. Puttkammer & Mühlbrecht, Buchhandlung f. Staats- u. Rechtswissenschaft, 1913.
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