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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

Object: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1.Teil. Die Rohstoffe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

30 
Eine wichtige Rolle haben die Ziegenfelle in der Geschichte der 
Chromgerberei gespielt; denn Chromziegenleder war der erste Artikel, 
welcher von Amerika aus in der Chromgerbung seinen Ausgangspunkt 
nahm und nun eines der wichtigsten Produkte dieser Gerbungsart bildet. 
Hauptsächlich ist es die als Chevreaux bekannte Zurichtungsart, in 
welcher das Chromziegenleder ein Hauptmaterial für die Herstellung 
von feinem Schuhwerk abgibt *). 
Der gewöhnlichen Weißgerberei des Mittelalters gelang es offenbar 
nicht, die wertvollen Eigenschaften des Ziegenfelles zur Geltung!zu 
bringen, wenn man nicht annehmen will, daß nur minderwertige Häute 
weißgar gemacht wurden; denn die weißen Hammelhäute der Pariser 
Weißgerber pflegte man „schlechte Weißgerberware" zu nennen^), aber 
auch heute noch wird, wenn auch nur in geringem Umfange, Ziegen 
fell mit Alaun und Kochsalz gegerbt^). 
Neben der Verarbeitung zu feinen lohgaren und chromgaren Ledern 
ist der dritte Hauptkonsument von Ziegenfellen die Glacegerberei, und 
zwar mit der lokalen Begrenzung, daß man fast die Regel der Iden 
tität des französischen und des ziegenledernen Handschuhes ausstellen 
kannH. Die Refugiees brachten am Ende des 17. Jahrh, zwar den 
ziegenledernen Handschuh nach Deutschland, 1792 z. B. wurden in Er 
langen 143 000 Ziegenfelle von ihnen gegerbt °), einender größten 
französischen Etablissements in Chanmont weist um 1900 eine jährliche 
Leistungsfähigkeit von 1 Million Fellen auf"), aber trotzdem, wenn 
gleich natürlich auch in Deutschland, vielleicht hauptsächlich auf die 
Hugenotten zurückzuführen, nicht unbedeutende Mengen von Ziegenfellen 
für Glace, Chevreaux usw. aufgenommen werden 7 * ), so stehen sie doch 
z. B. im Berliner Bezirk nicht an erster Stellendes Konsums^), in 
Kirchhain, kann man sagen, wird nicht ein einziges Ziegenfell gegerbt, 
bei den Wiener Gerbern stehen Ziegenfelle ebenfalls erst an dritter 
oder vierter Stelle °), und in Rußland 10 ) werden nur sehr wenige Ziegen 
für solche Zwecke verbraucht. Es hängt dies, wie schon gezeigt wurde, 
damit zusammen, daß besonders Schaf und Fohlen, dann auch Kalb 
und Alaunspalte außerhalb Frankreichs eine das Ziegenfell über 
ragende Rolle spielen; der tiefere, ebenfalls schon angedeutete Grund 
hierfür aber ist zu suchen einmal in den verschiedenen'Wanderungs- 
wegen der Haustiere und in der verschiedenen agrarhistorischen Ent- 
0 Gerber 1902, S. 291. ®) Schauplatz 1775, Bd. II, S. 308. 
3 ) Schmidt und Wagner 1905, S. 1032. 
4 ) Vgl. Berliner Berichte 1898, Nr. 41, 2. Beilage. 
6 ) Schanz 1884, S. 93. “) Berliner Berichte 1898, Nr. 41, 2. Beilage. 
7 ) Vgl. z. B. Schmidt und Wagner 1905,sS. 475. 
8 ) Ledermarkt 1893, S. 1235. 9 ) Weiskirchner 1896, S. 485. 
10 ) Ledermarkt 1893, S. 1332.
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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