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Theoretische Sozialökonomie

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Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

=. Kap. IV. Der Mechanismus der Preisbildung. 
Produktionskosten, die diejenigen des vorhergehenden sehr wenig übersteigen, so 
können wir die Produktionskosten des zuletzt in Anspruch genommenen Betriebs 
als eine stetige Funktion der Ausdehnung der Produktion, also der gesamten Pro- 
duktmenge, und also auch umgekehrt die gesamte Produktmenge oder das gesamte 
Angebot des betreffenden Produkts als eine stetige Funktion der letzten Produktions- 
kosten darstellen. Bezeichnen wir das Angebot mit A, die Produktionskosten 
des letzten in Anspruch genommenen Betriebs mit x, haben wir also die Gleichung 
A = 146). 
Die Unbestimmtheit der Produktionskosten wird für den hier betrachteten Fall 
durch das Differentialprinzip, welches die Forderung enthält, daß die letzten Pro- 
duktionskostendurch den Preis des Produktsgedeckt sein sollen, aufgehoben. Bei der 
Aufstellung unseres Gleichungssystems tritt nun aber die Schwierigkeit auf, daß wir 
die Ausdehnung der Produktion und folglich auch die t}etzten Produktionskosten nicht 
im voraus kennen. Um diese Schwierigkeit zu überwinden, wollen wir den Preis des 
Produkts als eine neue Unbekannte einführen. Diese Unbekannte ist also einer von 
den Preisen p, . .. Pn, wir können ihn hier mit p bezeichnen. Sobald nun der Produkt- 
preis p in der gewöhnlichen Weise als gegeben vorausgesetzt wird, ist die Nachfrage 
nach dem Produkt, wir können sie N nennen, in Übereinstimmung mit den Glei- 
chungen (4) bestimmt. Diese Nachfrage muß aber vom Angebot gedeckt sein und 
das Angebot A ist somit durch die Gleichung N = A, die dem Gleichungssystem (5) 
angehört, bestimmt. Anderseits muß nach dem Differentialprinzip der Preis des 
Produkts die Produktionskosten des letzten Betriebes decken. Höher kann der 
Produktpreis auch nicht sein, denn nach unserer Voraussetzung kann bei einem 
auch wenig höheren Produktpreis noch ein Betrieb in Anspruch genommen werden. 
Der Produktpreis ist also wenigstens sehr nahe gleich den letzten Produktionskosten. 
Man hat also p = x und folglich A = 1f(p). Wenn die Zahl der Unbekannten, 
wie es hier geschehen ist, mit eins vermehrt wird, muß auch eine neue Gleichung 
hinzukommen, damit das Problem fortwährend bestimmt sein soll. Diese neue 
Gleichung ist eben die Gleichung A = f(p), wo beide Seiten die Unbekannten 
enthalten. Mit dieser Vervollständigung stellt also unser Gleichungssystem für den 
hier betrachteten Fall die Lösung des allgemeinen Preisbildungssystems dar, ) 
Eine Ungleichheit der Produktionskosten in verschiedenen Betrieben kann 
daraus entstehen, daß ein Produktionsmittel in verschiedenen Qualitäten vorhanden 
ist, die besseren Qualitäten aber so knapp sind, daß auch weniger gute in Anspruch 
genommen werden. Entsprechend unserer Voraussetzung, daß die letzten Pro- 
duktionskosten mit der Ausdehnung der Produktion kontinuierlich wachsen, können 
wir hier annehmen, daß die nacheinanderfolgenden. Qualitäten des Produktions- 
mittels sehr wenig voneinander abweichen, so daß die Qualität des Produktionsmittels 
mit der Ausdehnung der Produktion kontinuierlich abnimmt. Bei der Berechnung 
der Produktionskosten eines Gutes ist dieses Produktionsmittel zunächst außer 
acht zu lassen. Das Differentialprinzip führt dann, wie eben gezeigt worden ist, zu 
dem Ergebnis, daß der Preis des Produkts gleich den Produktionskosten des zuletzt 
in Anspruch genommenen Betriebs sein muß. Dies zeigt, daß diejenige Qualität 
des betrachteten Produktionsmittels, die im letzten Betrieb benutzt wird, den Preis 
Null hat. Die höheren Qualitäten haben dabei einen dem Differentialgewinn, der 
bei ihrer Anwendung erzielt wird, entsprechenden Preis, 
Für das Studium des wirklichen Wirtschaftslebens ist es notwendig, auch den 
Fall in Betracht zu ziehen, daß die letzten Produktionskosten sich bei Ausdehnung 
der Produktion sprungweise ändern. Dies geschieht immer, wenn nur eine geringere 
Zahl von Betrieben oder Gruppen von Betrieben mit verschiedenen Produktions- 
kosten vorhanden sind. Muß man dann, um die Nachfrage zu befriedigen, einen neuen 
Betrieb in Anspruch nehmen, so kann es leicht vorkommen, daß die letzten Pro- 
duktionskosten dadurch beträchtlich vermehrt werden. Die Lösung des Preis- 
132
	        

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Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
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