Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Theoretische Sozialökonomie

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

8 19. Die Produktionsfaktoren und die Unternehmertätigkeit. 157 
Wenn wir die bisher genannten beiden Elemente des Unternehmer- 
gewinns, die einigermaßen im voraus berechnet werden können und 
als wirkliche Produktionskosten anzusehen sind, vom Unternehmer- 
gewinn abziehen, können wir den etwa noch vorhandenen Überschuß 
des Unternehmens als Unternehmergewinn im engeren Sinne, als reinen 
Unternehmergewinn bezeichnen. Dieser Unternehmergewinn erfüllt im 
strengeren Sinne unsere Definition des Unternehmergewinns als Über- 
schuß des Rohertrags über die Kosten, denn hier sind alle Posten, 
die irgendwie als Kosten aufgefaßt werden können, abgezogen. Daß 
ein solcher Unternehmergewinn in Wirklichkeit vorkommt, unterliegt 
keinem Zweifel und tritt besonders deutlich hervor, wenn Aktiengesell- 
schaften, die ihre Direktoren und Aufsichtsräte sehr angemessen ab- 
lohnen und dazu sehr große Reserven für alle denkbaren Zwecke zurück- 
legen, nicht nur ihr Aktienkapital verzinsen, sondern darüber hinaus 
noch bedeutende Extradividenden verteilen. Allerdings ist der reine 
Unternehmergewinn nur in relativ seltenen Fällen sehr groß. Für die 
Mehrzahl der Unternehmer dürfte ein reiner Unternehmergewinn nur 
unter besonders guten Konjunkturen entstehen; im Durchschnitt reicht 
für sie der Ertrag Vielleicht kaum zur Deckung aller Kosten in dem 
weiteren Sinne, in dem wir hier das Wort genommen haben. Eine auch 
relativ sehr große Zahl von Unternehmen vermögen diese Kosten 
meistens nie zu decken, sondern arbeiten mit einem größeren oder 
kleineren Verlust. Der reine Unternehmergewinn ist in solchen Fällen 
stets negativ. Die Erfahrung lehrt, daß einige solche Unternehmen 
nach genügenden Abschreibungen und „„Rekonstruktionen‘‘ fortbestehen. 
Aber die Zahl der vollständig verunglückten Unternehmen, die von der 
Bildfläche verschwinden, ist sehr groß. Das große Publikum, das davon 
wenig sieht, aber desto mehr von den riesigen Gewinnen einiger wenigen 
glücklichen Unternehmen gefesselt wird, ist immer geneigt, die Größe 
des gesamten reinen Unternehmergewinns in der Volkswirtschaft zu 
überschätzen. 
Für die Höhe des reinen Unternehmergewinns lassen sich natür- 
lich keine Normen aufstellen. Der reine Unternehmergewinn ist über- 
haupt nicht etwas einer allgemeinen Regel Unterliegendes, sondern 
btwas Spezifisches des einzelnen Unternehmens. Er ist oft das Ergebnis 
reiner Zufälligkeiten, z. B. einer für dieses spezielle Unternehmen be- 
sonders günstigen Entwicklung des Absatzes, auf welche der Unter- 
nehmer keinen Einfluß gehabt hat. Er wechselt auch meistens stark 
mit den Konjunkturen des betreffenden Produktionszweiges. Im übrigen 
beruht er auf einer Vorzugsstellung, die das Unternehmen sich in der 
einen oder anderen Hinsicht erworben hat. Das Unternehmen hat 
vielleicht seit alters her einen gesicherten Kundenkreis, eine bevorzugte 
Marke, gute langfristige Kontrakte mit Lieferanten von Materialien, 
im allgemeinen gute Verbindungen in der Geschäftswelt usw... es besitzt
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.