Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Theoretische Sozialökonomie

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

$ 20. Das Zurechnungsproblem und das soziale Verteilungsproblem. 163 
Das Zurechnungsproblem wurzelt, wie schon bemerkt, im Streben, 
einen objektiven Maßstab für eine gerechte Verteilung zu finden. Diesen 
Maßstab suchte man in einer Art technischen Kausalzusammenhangs 
zwischen Leistung und Produkt. Da es nun keinen solchen Schlüssel 
zum Zurechnungsproblem gibt, kann es auch überhaupt keine in diesem 
objektiven Sinne gerechte Verteilung geben. Das Zurechnungsproblem 
ist wesentlich ein wirtschaftliches Problem. Alles was über Gerechtig- 
keit in Fragen betreffend die Verteilung zwischen ungleichartigen Pro- 
duktionsmitteln geschrieben und geredet wird, ist deshalb lediglich als 
Ausdruck unklarer hyperbolischer Vorstellungen zu betrachten, welche 
in einer wissenschaftlichen Darstellung keinen Platz haben sollten, 
Anstatt des ethischen Problems, wieviel am Gesamtprodukt jedem Mit- 
wirkenden kraft seiner Mitwirkung gerechterweise angerechnet werden 
soll, müssen wir das rein wissenschaftliche Problem stellen, wieviel bei 
der jeweiligen wirtschaftlichen Lage nach tauschwirtschaftlichen Grund- 
sätzen jedem der verschiedenen Produktionsfaktoren zukommt. 
Die Lösung dieses Problems liegt, wie wir gesehen haben, in der 
Preisbildung. Diese Preisbildung ist bestimmt vom Prinzip der Knapp- 
heit in Verbindung mit den supplementären Prinzipien der Preisbildung, 
und alle diese Prinzipien sind ihrerseits lediglich Konsequenzen des 
allgemeinen wirtschaftlichen Prinzips. Daraus folgt, daß für jede Tausch- 
wirtschaft, die die Forderungen auf Wirtschaftlichkeit erfüllt, die Prin- 
zipien der Preisbildung und somit die der wirtschaftlichen Verteilung 
festgestellt sind. Nun läßt sich wohl kaum eine Organisation der Tausch- 
wirtschaft denken, wo nicht eine unvollkommene Wirtschaftlichkeit 
als ein Mangel empfunden werden würde und Bestrebungen zur Er- 
zielung eines höheren Grades von Wirtschaftlichkeit hervorrufen müßte. 
Keine Wirtschaftsorganisation würde also ins Gleichgewicht kommen 
können, bevor das allgemeine wirtschaftliche Prinzip und damit unsere 
Prinzipien der Preisbildung verwirklicht wären. In diesem Sinne kann 
eine Verteilung nach unseren Prinzipien der Preisbildung eine vom 
wirtschaftlichen Gesichtspunkt objektive Richtigkeit beanspruchen und 
die Anteile, die den verschiedenen Produktionsfaktoren bei einer solchen 
Preisbildung zufallen, können als ihre wirtschaftlich richtigen Anteile 
bezeichnet werden. 
Mit diesen Erwägungen ist aber das praktische Verteilungsproblem 
noch lange nicht endgültig entschieden. Eine Preisbildung und folglich 
eine Verteilung in ausgesprochenem Gegensatz zu den Forderungen der 
Wirtschaftlichkeit kann wohl keine Tauschwirtschaft aufrechterhalten. 
Aber das praktische Ergebnis einer Preisbildung in Übereinstimmung 
mit den Prinzipien der Tauschwirtschaft hängt doch wesentlich von 
der relativen Knappheit der verschiedenen im gesellschaftlichen Pro- 
duktionsprozeß mitwirkenden Produktionsmittel sowie auch vom Ge- 
11
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.