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Theoretische Sozialökonomie

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Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

} Kap. VI. Der Kapitalzins. 
Satzes; daß die Produktenpreise in der Gleichgewichtslage normal mit 
den Produktionskosten übereinstimmen, ein Satz, den Fisher aus- 
drücklich verwerfen muß. 
‚Es ist sehr charakteristisch, daß es weder Böhm-Bawerk noch 
Fisher gelungen ist, den einseitigen Subjektivismus ihrer Preis- und 
besonders Zinslehre konsequent durchzuführen. Von den Anhängern 
einer rein „psychologischen Zinstheorie‘‘ werden sie beide als ‚,Eklek- 
tiker‘“ verurteilt, weil sie es nicht haben vermeiden können, Elemente 
der „Produktivitätstheorie‘“ mit in ihrer Zinstheorie aufzunehmen‘). 
Da eine Zinstheorie wie jede Preistheorie. in dem Sinne zweiseitig 
sein muß, daß sie die Faktoren auf der Seite des Angebots und der 
Nachfrage als ebenbürtige Bestimmungsgründe der Preisbildung behan- 
delt, muß offenbar jede Theorie, die nicht von vornherein diese Wahr- 
heit offen anerkennt, die versäumten Faktoren der Preisbildung später 
in einer zufälligen, unorganischen und deshalb ‚„eklektischen‘ Weise 
einführen oder bei einer vollständig willkürlichen, die Wirklichkeit 
Schlecht wiedergebenden formellen Erklärung stehen bleiben. 
$ 22. Die Kapitaldisposition als Produktionsfaktor. 
Wenn wir sämtliche Produktionsmittel in gewisse Hauptkategorien 
einteilen wollen, ist es unmittelbar klar, daß Arbeit und Boden als 
solche gerechnet werden müssen, wenn auch die nähere Begriffs- 
bestimmung dieser allgemeinen Typen einer besonderen Analyse bedarf. 
Unter den übrigen Produktionsmitteln ziehen die produzierten mate- 
riellen ‚Güter, die sich noch im Produktionsprozeß befinden ($ 5), in 
erster Linie die Aufmerksamkeit auf sich, Wir nennen diese Güter 
Realkapital. Kann nun dieses Realkapital den beiden genannten Haupt- 
kategorien ebenbürtig an die Seite gestellt werden? Diese Frage steht 
in einem nahen Zusammenhang mit der alten Streitfrage, ob das 
„Kapital‘ als selbständiger Produktionsfaktor angesehen werden kann, 
eine Frage, die, wie das so oft der Fall ist, hauptsächlich deshalb um- 
stritten werden konnte, weil der Gegenstand des Streites nicht klar 
war. Selbstverständlich. ist das Realkapital für die Produktion not- 
wendig, und von diesem Gesichtspunkt als ein Produktionsmittel zu be- 
trachten. Dieses Produktionsmittel läßt sich aber in andere, die bei 
seiner Produktion mitgewirkt haben, auflösen. Wenn wir also nach den 
elementaren Produktionsmitteln, die nicht selbst ein Resultat des 
Produktionsprozesses sind, fragen, könnte es scheinen, als ob neben 
der Natur kein anderer Produktionsfaktor als die Arbeit, darunter 
1) Vgl. z. B. Fetter: Interest Theories, Old and New. Amer. Ec. RevieW, 
Vol. IV, Nr. 1, März 1914. 
78
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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