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Theoretische Sozialökonomie

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Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

Kap. VI. Der Kapitalzins. 
schaft ein Zins berechnet werden müßte, und uns dadurch von der Un- 
abhängigkeit der Existenz des Zinses von der speziellen Organisation 
der Tauschwirtschaft überzeugen. 
Da der Zins ein Preis ist, der wie alle anderen Preise in Geld be- 
zahlt wird, ist‘ die Dimension des Zinses gleich M, also die Dimension 
des Geldes. Die Dimension der Kapitaldisposition haben wir im vorigen 
Paragraphen gleich dem Produkt MT gefunden, ,wo T die Dimension 
der Zeit bezeichnet. Der Zinsfuß bezeichnet, wieviel bezahlt wird für 
die Einheit der Kapitaldisposition, sagen wir für die Kapitaldisposition 
von 100 Mark während eines Jahres, m. a. W. die Quote zwischen dem 
für eine Kapitaldisposition bezahlten Zins und der Kapitaldisposition 
selbst. Die Dimension des Zinsfußes ist demnach gleich SE = N 
Der Zinsfuß ist also der reziproke Wert einer Zeit. Dieser 
Satz darf nicht als ein bedeutungsloses Ergebnis einer mathematischen 
Spekulation betrachtet werden. Er hat in der Tat eine wichtige Be- 
deutung für die Zinstheorie, indem er ihr eine Anweisung über den 
tieferen Charakter des Zinsphänomens gibt: es müssen Zeitmomente 
wesentlich für den Zinsfuß bestimmend sein. Der Satz ist auch der 
populären Auffassung nicht ganz fremd. Schon der gewöhnliche Aus- 
druck des Zinsfußes „so und so viele Prozente pro Jahr“ drückt das 
Verhältnis zwischen einer abstrakten Zahl und einer Zeit, also den 
reziproken Wert einer Zeit aus. Noch deutlicher tritt dieser Charakter 
des Zinsfußes zutage, wenn wir den Preis einer ewigen, fixierten 
Rente in Betracht ziehen. Dieser Preis ist ein gewisses Vielfaches der 
Rente, also die Rente für eine gewisse Zahl von Jahren, die Rente für 
eine gewisse Zeit. Nennen wir diese Zeit t, die fixierte Rente r, so ist 
der Preis k der Rente gleich tr. Welchen Zins hat nun der Rentekäufer 
auf diese Kapitalanlage? Das Kapital ist k, der jährliche Ertrag 
ist r. Der Zinsfuß also = = en Wir finden also, daß der Zinsfuß der 
reziproke Wert einer Zeit ist, nämlich der reziproke Wert der Zahl von 
Jahren, mit welcher die Jahresrente bei Berechnung des Kaufpreises 
der Rente multipliziert wird. Der Zins kann somit ebensogut durch 
diese Zahl von Jahren bestimmt werden. In älteren Zeiten, wo der 
Rentenkauf oft die vorherrschende Form der Kapitalanlage war, 
wurde diese Form für die Bestimmung des Zinses auch tatsächlich be- 
nutzt. Die Engländer sprechen noch bei Landkäufen von so und so 
vielen ;,years purchase‘‘, sogar im Aktienmarkt von „years purchase of 
dividend‘“. Die Summe, die für ein absolut dauerhaftes Gut bezahlt 
wird, ist nicht gleich dem Preis der Jahresnutzung multipliziert mit 
einer ewigen Zeit, sondern entspricht der Nutzung für eine bestimmte 
begrenzte Zeit. Diese Zeit, die der reziproke Wert des Zinsfußes ist, 
192
	        

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Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
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