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Theoretische Sozialökonomie

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Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

8 26. Die Bestimmung des Zinsfußes. 225 
sich durch irgendwelche Machtmittel diesen Zins erzwingen, ja nicht 
einmal, weil sie es wollen, sondern einfach deshalb, weil es eine wirt- 
schaftliche Notwendigkeit ist, die Nachfrage nach Kapitaldisposition zu 
beschränken und weil diese Beschränkung nach den allgemeinen Prin- 
zipien der Preisbildung der Tauschwirtschaft nur dadurch durchgeführt 
werden kann, daß auf die Kapitaldisposition ein hinreichend hoher 
Preis gesetzt wird. Denkt man sich, daß die Sparer ganz dieselbe Menge 
Kapitaldisposition zur Verfügung stellen würden, auch wenn sie gar 
keinen Zins erhielten, so würde dennoch der Zinsfuß nicht verschwinden. 
Die Knappheit der zur Verfügung stehenden Menge von Kapitaldisposi- 
tion würde immer eine Beschränkung der Nachfrage durch einen an- 
gemessenen Zinsfuß notwendig machen. Die Existenz des Zinses ist 
also von der Forderung der Kapitalisten, einen Zins zu bekommen, 
wesentlich unabhängig. Eine andere Sache ist, daß bei stärkerer Spar- 
samkeit der Zinsfuß niedriger sein könnte. Die Fürsprecher eines 
niedrigen Zinses müßten demnach logischerweise ihren Eifer nicht 
gegen die Sparer, sondern gegen die Nichtsparer, also gegen den über- 
flüssigen Verbrauch in der privaten wie in der öffentlichen Wirtschaft, 
wenden. 
In Zeiten, wo eine starke Volksvermehrung, die Erschließung neuer 
Gebiete, gesteigerte Ansprüche auf Bequemlichkeit der Wohnung, auf 
Straßen- oder Eisenbahnen, auf verschiedene elektrische Anlagen usw., 
oder neue Erfindungen, die Handarbeit durch Maschinenarbeit er- 
setzen, verstärkte Ansprüche auf Anwendungen dauerhafter Güter, also 
auf Kapitaldisposition stellen, in solchen Zeiten steigt der Zinsfuß. 
Oft wird dann in der Geschäftswelt stark darüber geklagt, daß die 
Banken durch ihre hohen Zinssätze die Unternehmungslust erdrücken 
und die wirtschaftliche Entwicklung hemmen. Die Sozialpolitiker 
klagen darüber, daß die hohen Zinsforderungen der Kapitalisten ihre 
Bestrebungen für die Volkswohlfahrt, z. B. das Bauen von Arbeiter- 
wohnungen oder die Beförderung der Ansiedlung erschweren, die Ge- 
meinden finden sich in ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit ungebührlich 
beschränkt, das Publikum verwirft eine Zinspolitik, die der Verwirk- 
lichung ihrer Forderungen auf neue Bequemlichkeit, wie Eisenbahnen 
und ähnliche Einrichtungen, im Wege steht. Alle diese Klagen stammen 
aus derselben falschen Auffassung, nach welcher das Angebot von 
Kapitaldisposition einen bestimmenden Einfluß auf den Zinsfuß aus- 
übt, zeugen von einer mangelnden Einsicht in die wirtschaftliche Auf 
gabe des Zinses, die doch eben darin liegt, daß er die gesamte wirt- 
schaftliche Tätigkeit, welche Ansprüche auf Kapitaldisposition stellt, 
in gewissen Schranken hält. Der Zinsfuß soll eben in solchen Zeiten 
die_ Unternehmungslust...dämpfen,...den...wirtschaftlichen Fortschritt 
bremsen. Die unumgängliche Notwendigkeit einer solchen Preisbildung 
liegt in der Knappheit der zur Verfügung stehenden Kapitaldisposition, 
Cassel, Theoret. Sozialökonomie. x. Aufl. 
15
	        

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Reichshaushalt Und Finanzausgleich. Deutschnationale Schriftenvertriebsstelle, 1927.
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