Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Theoretische Sozialökonomie

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

$ 26. Die Bestimmung des Zinsfußes. 027 
in der Preisbildung für fertige Güter, und er hat ‘in dieser Eigenschaft 
denselben Einfluß, wie die Preise der übrigen Produktionsmittel auf 
den Umfang des Verbrauchs, resp. des Sparens. Der Zins hat aber 
daneben einen spezifischen Einfluß auf den Spargrad, und, wenn auch 
dieser Einfluß bei den gewöhnlich herrschenden Zinssätzen nicht be- 
sonders aktuell ist, muß er doch in unserer allgemeinen Erklärung 
des Preisbildungsmechanismus seinen bestimmten Platz haben. Dies 
bereitet aber jetzt keine neue Schwierigkeit, da diese Erklärung jeden- 
falls mit der Annahme gegebener Preise der elementaren Produktions- 
mittel, also auch eines gegebenen Zinsfußes, beginnt. 
Wenn wir von dieser Annahme ausgehen, ist also die fortlaufende 
Kapitalbildung, sowie auch der Prozentsatz des Fortschritts als be- 
kannt aufzufassen. Dieser Prozentsatz bestimmt wieder die stetige 
Steigerung der künftigen Nachfrage und damit die Ansprüche auf die 
in der gegenwärtigen Einheitsperiode vorhandenen Produktionsmittel, 
welche von dieser Nachfrage ausgehen. Da diese Ansprüche gleich 
den zur Verfügung stehenden Mengen sein müssen, ist das ganze Preis- 
bildungsproblem bestimmt. Damit ist aber auch der Fortschritt be- 
stimmt. Die ganze Richtung der Wirtschaft, das heißt die relative Ver- 
teilung der wirtschaftlichen Bemühungen auf Gegenwart und Zukunft, 
oder richtiger auf eine nähere und eine fernere Zukunft, erscheint also 
als eine Seite des großen Preisbildungsprozesses, wodurch die Tausch- 
wirtschaft in Gleichgewicht gehalten wird. 
Den ausschlaggebenden Einfluß auf diese Richtung der Wirtschaft 
hat natürlich die Sparsamkeit der Bevölkerung. Das Tempo des Fort- 
schritts wird in einer auf dem Boden des Privateigentums stehenden 
Gesellschaft von der Rücksicht bestimmt, die ihre Mitglieder in ihrer 
privaten Wirtschaftsführung auf die Zukunft nehmen. Ist nun die 
Sparsamkeit einer Gesellschaft sehr groß, so wird Kapitaldisposition für 
eine bedeutende Vermehrung des Realkapitals zur Verfügung gestellt, 
und die Nachfrage nach Kapitaldisposition braucht nicht durch hohe 
Zinssätze eingeschränkt zu werden. Eine solche Gesellschaft befindet 
sich in einem starken Fortschritt. Umgekehrt natürlich bei niedriger 
Sparsamkeit. Tiefgehende Veränderungen in der Sparsamkeit würden 
also sowohl auf den Zinsfuß wie auf den Fortschritt einen sehr starken 
Einfluß ausüben, 
Wäre die Sparsamkeit so unbedeutend, daß die Bevölkerung auch 
bei einem hohen Zinsfuß im ganzen keine neue Kapitaldisposition zur 
Verfügung stellte, so würde die Gesellschaft in einer stationären Wirt- 
schaft stehenbleiben. Dabei müßten offenbar die Ansprüche an Kapital- 
disposition sehr stark beschränkt werden und für diesen Zweck wäre 
eben ein sehr hoher Zinsfuß erforderlich. Bei den tatsächlich vorhan- 
denen Möglichkeiten zu lohnender Verwendung von Kapitaldisposition 
für eine bessere Bedürfnisbefriedigung ist eine stationäre Wirtschaft 
27 
15*
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

The Work of the Stock Exchange. The Ronald Press Company, 1930.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.