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Theoretische Sozialökonomie

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Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

8 28. Die Entwicklung der Rententheorie. 339 
nissen gewonnen werden kann, wird vermindert, d. h. die Rente, in 
Produktenmenge gerechnet, sinkt!). Da hierbei das Grenzprodukt 
mit geringeren Kosten als früher hergestellt wird und also der Preis 
fällt, sinkt die in Geld ausgedrückte Rente noch stärker. 
Ricardo zieht aus seinen Untersuchungen den Schluß, daß eine 
Steuer auf die reine Bodenrente ganz auf den Grundherrn fallen muß 
und nicht von diesem auf andere übergewälzt werden kann. Er hätte 
nämlich keine Möglichkeit, seine Renten zu erhöhen, da der Unterschied 
im Produkt zwischen dem Boden niedrigster Qualität und dem Boden 
irgendeiner höheren Qualität unverändert sein würde. Die Renten- 
steuer würde auch keine Preissteigerung des Produkts herbeiführen, da 
dasjenige Produkt, das unter den schlechtesten Bedingungen produziert 
wird und den Preis bestimmt, keine Rente zahlt und folglich auch nicht 
von der Steuer getroffen wird. 
Ricardo nimmt an, die Bebauung eines Landes beginne immer 
mit dem besten Boden: erst mit steigender Bevölkerung muß auch 
Boden niedrigerer Qualität in Anspruch genommen werden. ‚Diese Vor- 
aussetzung braucht nur zu bedeuten, daß Boden, der unter ‚den je- 
weilig herrschenden Bewirtschaftungsverhältnissen als der beste be- 
trachtet wird, zuerst in Anspruch genommen werden muß. Das hindert 
aber nicht, daß später andere Bodenqualitäten als die ergiebigsten be- 
funden werden. Für die Analyse der Bodenrente spielt dieses Verhältnis 
keine Rolle, wohl aber macht es die Ricardosche Annahme, daß mit 
steigender Bevölkerung beständig Boden schlechterer Qualität bebaut 
werden muß, etwas zweifelhaft. 
Hauptsächlich im Anschluß an diese Grundrententheorie Ricardos 
und unter dem Einfluß der ganz enormen Wertsteigerung des land- 
wirtschaftlichen Bodens in England entwickelte sich eine der Grundrente 
des Privatbesitzes feindlich gegenüberstehende Richtung, unter deren 
englischen Vertretern Stuart Mill in erster Linie zu nennen ist. In 
den Vereinigten Staaten, wo mit_der rasch steigenden Bevölkerung 
eine überaus starke Grundrentenbildung stattfand und auch eine 
Bodenspekulation in_ größtem Maßstab_sich entwickelte, fand diese 
*) Dieser Schluß hängt natürlich davon ab, was man in die Voraussetzung stei- 
gender Fruchtbarkeit hineinlegt. Denkt man sich alle Produktenmengen mit dem- 
selben absoluten Betrag vermehrt, muß die in Produkteneinheiten gerechnete Rente 
absolut sinken. So rechnet Ricardo in seinen Beispielen (vgl. p. 42—43). Denkt 
man sich dagegen, daß alle Produktenmengen in derselben Proportion steigen, so 
muß auch die Differenz zwischen zwei bestimmten Produktenmengen in derselben 
Proportion steigen, was natürlich dem absoluten Sinken der Rente entgegenwirkt. 
Das Verhältnis dieser Differenz zur größeren Produktenmenge muß dann unverändert 
sein. Die Rente, betrachtet als relativer Anteil des Bodenbesitzers am Ertrag des 
besseren Bodens, muß also jedenfalls bei einer in diesem Sinne steigenden Frucht- 
barkeit sinken. 7So scheint Ricardo an anderen Stellen zu verstehen zu sein (vgl. 
p. 44. 246, 252) 
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4 
A
	        

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Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
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