Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Theoretische Sozialökonomie

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

242 Kap. VIL Die Bodenrente und die Preise der Naturmaterialien, 
mußte. Denn diese Lehre gründet sich eben, wie wir im nächsten Kapitel 
genauer sehen werden, wesentlich darauf, daß die Bodenrente vollständig 
aus der Preisbildung ausscheidet und daß die Preise ausschließlich 
durch die Produktionskosten im Sinne dieser Lehre, also durch die 
Summen,‘ die für die Mitwirkung der Arbeit und des Kapitals bezahlt 
werden müssen, bestimmt werden. Es war also für die Freunde der 
klassischen Theorie notwendig, den Ricardoschen Satz, daß die 
Rente keinen Teil der Produktionskosten ausmacht, unbedingt aufrecht- 
zuerhalten. Dies ist durch die Erklärung gelungen, der Aufwand von 
Kapital und Arbeit müsse in jedem Produktionszweig der Landwirt- 
schaft so weit getrieben werden, daß der‘ Gewinn des letzten Aufwands 
gleich Null ist. Derjenige Weizen, der mit dem letzten Aufwand im 
Weizenbau produziert wird, hat folglich nur einen Preis, der den Pro- 
duktionskosten, also den Kapital- und Arbeitskosten entspricht. Der 
Preis des Weizens schließt also keine Grundrente ein. Auch Marshall 
kann nur durch eine solche Konstruktion sein System aufrechterhalten, 
eine Tatsache, die für unsere Beurteilung dieses Systems ($ 19) Be- 
deutung hat!). Auf die Kritik und die daraus zu ziehenden Folge- 
rungen für die Preislehre werden wir in den folgenden Paragraphen 
zurückkommen: 
Die städtische Grundrente hat sich im letzten Jahrhundert unter 
dem Einfluß der’steigenden-Bevölkerung und des Zugs nach den Städten 
allgemein und sehr stark vermehrt. Die Gewinne, die dabei durch Ver- 
kauf von Grundstücken gemacht wurden, waren teilweise ganz enorm, 
die Lust, an einer solchen leichten Bereicherung teilzunehmen, schuf 
eine lebhafte Bodenspekulation, in welcher große Vermögen verdient, 
freilich auch bei Überspekulation und Rückschlägen schwere Verluste 
erlitten wurden. Gleichzeitig mit der Grundrente stiegen auch die 
Mieten, ganz besonders in den Zentren der Großstädte, auf eine Höhe, 
die drückend empfunden.wurde. In der populären Auffassung stellten 
sich nun die hohen Mieten und die immerfort dauernde Wohnungsnot 
als Folgen der Bodenspekulation und der durch sie veranlaßten Steige- 
rung der Bodenpreise dar. Diese Auffassung wurde auch von Vertretern 
der Wissenschaft unterstützt. Die Sozialpolitik lehrte, daß die Woh- 
nungsverhältnisse großer Teile der Bevölkerung und besonders die der 
lohnarbeitenden Klassen sich immer ungünstiger gestalteten, daß die 
Mietsteigerung vor allem daran die Schuld trage, selbst aber in erster 
Linie Folge der Machenschaften der Bodenspekulanten sei, die durch 
künstliches Zurückhalten des Bodens, durch immer wiederholte Ver- 
käufe und durch starke hypothekarische Schuldenbelastung des Bodens 
die Preise in die Höhe trieben?). Eine Besserung könne erst durch 
ı) Principles, Book V, Ch. VIII, 8 3. 
2) Pohle: Zeitschrift für Sozialwissenschaft 1905, p. 679.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.