Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Theoretische Sozialökonomie

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

$ 31. Die Preisbildung der Naturmaterialien. :J 
Wieviel Rücksicht der private Unternehmer auf die künftigen Be- 
dürfnisse nehmen soll, hängt außer von den genannten Umständen auch 
vom Zinsfuß ab, Je höher der Zins, desto höher muß die künftige Preis- 
steigerung sein, um die mit dem Schonen der Naturschätze verbundenen 
Zinsverluste zu überwiegen, desto reichlicher wird also die Versorgung 
der Gegenwart im Verhältnis zur Versorgung der Zukunft sein. Es ist 
ferner zu berücksichtigen, daß man über die Versorgung der Zukunft 
nichts mit Sicherheit wissen kann. Denn einerseits können neue Lager- 
stätten aufgefunden werden, anderseits kann auch die Nachfrage infolge 
der Entdeckung neuer Hilfsquellen oder Methoden zurückgehen, wie 
z. B. die Nachfrage nach Brennholz für die Eisenproduktion nach den 
Erfindungen, die die Anwendung fossiler Brennmaterialien ermöglicht 
haben, wenigstens was die Massenproduktion betrifft, weggefallen ist. 
Diese Unsicherheit der künftigen Marktlage bewirkt, daß ein Aufsparen 
der Naturschätze für die Zukunft erst dann lohnend wird, wenn die 
voraussichtliche Preissteigerung außer der Zinsvergütung auch eine 
meistens sehr beträchtliche Risikoprämie enthält, und daß folglich die 
Versorgung der Gegenwart entsprechend reichlicher wird.‘ Wenn die Ver- 
sorgung der Tauschwirtschaft mit einem Naturmaterial in der.Hand 
eines einzigen Unternehmers monopolisiert ist, kann es sich für ihn 
lohnen, die Förderung stärker zu beschränken, als nach den hier an- 
gegebenen Gründen der Fall sein würde. Denn er erreicht durch die 
Beschränkung seiner Förderung eine entsprechend verschärfte Knapp- 
heit der gesamten Versorgung der Tauschwirtschaft mit dem betreffen- 
den Material, also auch eine Steigerung der Gegenwartspreise, die 
durch keine Konkurrenz anderer Unternehmer zurückgehalten wird, 
sondern der Beschränkung seiner Förderung vollauf entspricht. In der 
monopolistischen Beherrschung der Quellen der Naturmaterialien liegt 
also ein Umstand, der größere Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der 
Zukunft bewirkt. Jede Verteuerung von Naturmaterialien durch Trust- 
bildung wirkt als ein Zwang zu vermehrter Sparsamkeit mit den vor- 
handenen Vorräten. 
Wenn die organisierte Gesellschaft selbst die Quellen der Natur- 
materialien in ihrer Hand hat, sei es nun, daß die Gesellschaft im 
übrigen sozialistisch organisiert ist oder nicht, steht sie vor dem 
Problem, die relative Versorgung der Zukunft und der Gegenwart mit 
Naturmaterialien autonom zu regulieren. Ist die betreffende Volkswirt- 
schaft nur ein Teil der Weltwirtschaft, ein Teil also, der mit anderen 
Volkswirtschaften in wirtschaftlicher Verbindung steht, so wird sie wohl 
den Verbrauch ihrer Naturmaterialien im wesentlichen nach denselben 
Gründen und speziell mit derselben Rücksicht auf den Zinsfuß regu- 
lieren wie im oben betrachteten Fall, obschon vielleicht der Versorgung 
der Zukunft etwas größeres Interesse gewidmet wird, In einer ge- 
schlossenen sozialistischen Volkswirtschaft besteht aber kaum eine Not- 
26%
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.