Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Theoretische Sozialökonomie

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

$ 33. Die pessimistischen Lohntheorien. u] 
einer schnelleren Volksvermehrung verwendet worden. Vielmehr zeigt 
sich gerade in den höheren Schichten der Arbeiterklasse eine unverkenn- 
bare Tendenz. zur Beschränkung der Fortpflanzung und zur Ausnutzung 
des Arbeitslohns zu einer Steigerung des Lebensstandards. Wir dürfen 
aber nicht vergessen, daß solche günstige Wirkungen in der Hauptsache 
auf die Länder höchster Zivilisation, auf die Völker unserer Rasse, zum 
Teil auch auf die oberen Schichten der Lohnarbeiter dieser Völker be- 
schränkt sind. In der ganzen übrigen Welt ist, wie Marshall sehr 
r chtig bemerkt hat, das eherne Lohngesetz immer noch vorherrschend, 
und die Löhne decken meistens nur die Kosten des Aufziehens und des 
Unterhalts einer Klasse von wenig leistungsfähigen Arbeitern!). Die 
Möglichkeit einer Erhöhung des Lebensstandards der Lohnarbeiter über 
das nackte Existenzminimum wird von einer solchen Menge von indivi- 
duellen und sozialen Faktoren bedingt, daß jeder Versuch, diesen Gegen- 
stand in einer einfachen Formel erschöpfend behandeln zu wollen, als 
unwissenschaftlich und gänzlich unfruchtbar aufgegeben werden sollte. 
Hat man sich einmal klargemacht, daß die „Arbeiterklasse“ nicht 
die homogene Masse ist, mit welcher die primitive Theorie und die poli- 
tische Redekunst gern operieren, sondern sich in der Wirklichkeit aus 
einer sehr großen Zahl von Bevölkerungsschichten mit sehr verschiede- 
ner Lebenshaltung zusammensetzt, so tritt auch mit einemmal das 
logisch Unhaltbare in der älteren Auffassung des Existenzminimums 
oder überhaupt der „Produktionskosten der Arbeit“ als untere Grenze ı 
des Arbeitslohns zutage. Unter heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen 
ist es sehr wohl möglich, daß eine gewisse Klasse von Arbeit auch 
dauernd zu einem Lohn verrichtet wird, der es den Arbeitern nicht er- 
möglicht, Familie zu bilden, Kinder aufzuziehen und für dieselbe Ar- 
beitsleistung auszubilden, ja der vielleicht nicht einmal die laufenden 
Unterhaltungskosten der Arbeiter selbst deckt. Selbstverständlich 
müssen die „Produktionskosten‘“ solcher Arbeit irgendwie gedeckt 
werden, Sie können aber ganz oder zum Teil von höheren Schichten der 
Lohnarbeiterklasse, von der Bauernklasse oder von bürgerlichen Familien 
Schließlich auch vom Staat und der Gemeinde getragen werden. Es 
gibt in der heutigen Gesellschaft sicher verschiedene Berufe, besonders 
weibliche, die kaum die Arbeiter mit ihrem notwendigen laufenden Unter- 
halt versorgen und jedenfalls nicht imstande sind, die Herstellungs- 
kosten der Arbeiter selbst zu bezahlen, sondern die immerfort durch eine 
Zufuhr von Arbeitskraft aus anderen Schichten gespeist werden müssen. 
In diesen Berufen ist also die Zahlung eines „natürlichen Lohns‘“ im 
Ricardoschen Sinne nicht notwendig. Solche für die Erkenntnis der 
wahren Natur sehr wichtiger Probleme der Theorie des Arbeitslohns 
wesentliche Umstände müssen uns vollständig verschlossen bleiben, so- 
') Vgl. Marshall: Principles, VA), 3; 
25
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.