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Theoretische Sozialökonomie

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Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

8 37. Das Angebot von Arbeit als bestimmt durch die Zahl der Arbeiter. 315 
wo sie keine Ausbildung für einen künftigen Beruf bekommen, sondern 
wo ihre Leistungsfähigkeit als Arbeiter nur ausgenutzt und verschwendet 
wird. 
Wenn nun die „Arbeiterklasse‘‘ aus so weit verschiedenen Elementen 
zusammengesetzt ist, und wenn die unteren Schichten immer wieder 
durch die Wirkung verschiedener Faktoren neu rekrutiert werden, wird 
es nicht länger rätselhaft erscheinen, daß eine Knappheit der Arbeit 
bestimmter höherer Qualität an der Seite einer stets vorhandenen 
Arbeitslosigkeit besteht. Erst wenn wir uns ein wahres Bild von der 
wirklichen Zusammensetzung der sogenannten Arbeiterklasse machen, 
können wir allmählich einen Einblick gewinnen in die wahre Natur 
der vielumschriebenen Erscheinung, die man als ‚,die industrielle 
Reservearmee‘‘ zu bezeichnen pflegt. Unter normalen Verhältnissen 
werden in jeder besonderen Beschäftigung Arbeiter verschiedener Quali- 
tät bis zu einer gewissen Stufe herunter beschäftigt. Werden Betriebs- 
einschränkungen notwendig, kann es wohl als allgemeine, obwohl natür- 
lich bei weitem nicht ausnahmslose Regel angenommen werden, daß 
schlechtere Arbeiter zuerst entlassen, bessere soweit möglich behalten 
werden. Steigt wieder die Nachfrage nach Arbeit, muß das Bedürfnis 
in der Regel zu einem beträchtlichen Teil durch. Inanspruchnahme von 
Arbeitern niedrigerer Qualität gedeckt werden!). Eine Folge hiervon 
ist u. a., daß die Arbeitskosten in der Hochkonjunktur steigen, was ja 
auch eine allgemein wahrgenommene Erscheinung ist. Der geschilderte 
Vorgang hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der Ausdehnung des be- 
bauten Bodens bei steigendem Bedarf an Lebensmitteln: es muß dann 
Boden immer niedrigerer Qualität für die Kultur in Anspruch ge- 
nommen werden. Wie aber das Vorhandensein schlechteren unbenutzten 
Bodens nicht hindert, daß eine wirkliche Bodenknappheit besteht, und 
daß die Bodenrente vornehmlich hierin ihren Grund hat, so kann auch 
das Vorhandensein von unbenutzten Arbeitern viel niedrigerer Qualität 
nicht verhindern, daß sich eine wirkliche Knappheit an geeigneten 
Arbeitern im gewerblichen Leben fühlbar macht, und ein Haupt- 
bestimmungsgrund des Arbeitslohns ist. 
Diese Analogie der Preisbildung der Arbeit mit derjenigen der 
Bodennutzung ist keine vollständige. Die gewöhnliche Voraussetzung, 
daß der zuletzt in Anspruch genommene Boden keine Rente zahlt, ist 
wohl kaum in der Praxis ganz haltbar, immerhin aber theoretisch mög- 
lich, während eine entsprechende Voraussetzung in bezug auf die zuletzt 
in Anspruch genommene Arbeit auch theoretisch vollständig aus- 
1) Die Deckung des Bedarfs an Arbeitern in der Hochkonjunktur kann in der 
hier angegebenen Weise durchaus nicht vollständig erklärt werden. Die wichtigste 
Reserve, aus welcher die Industrie im letzten Jahrhundert in Perioden starker Ent- 
wicklung geschöpft hat, ist eine ganz andere. Auf diese Frage werden wir in unserem 
vierten Buche (Kap. 15) zurückkommen.
	        

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Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
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