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Theoretische Sozialökonomie

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Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

Kap. VIII... Der Arbeitslohn. 
leistung hat für das gesellschaftliche Arbeitsangebot pro Arbeiter grund- 
legende Bedeutung. Die moderne industrielle Entwicklung hat all- 
gemein zu einer beträchtlichen Verkürzung der täglichen Arbeitszeit 
unter gleichzeitiger Intensifizierung der Arbeit geführt. Dazu haben 
natürlich in’erster Linie das Bestreben der Arbeiter, Zeit für Erholung 
und Schutz gegen unwirtschaftliche Abnutzung ihrer Arbeitskraft zu 
gewinnen, sowie auch die Einsicht der Organe der Öffentlichkeit in die 
Notwendigkeit einer Regulierung der Arbeitszeit im Interesse der Volks- 
gesundheit und Volkskraft mitgewirkt, aber diese Tendenzen fielen 
wenigstens zum Teil und besonders gerade in den technisch bestaus- 
gerüsteten Großbetrieben mit dem Interesse der Unternehmer, durch 
möglichst intensiven Betrieb in einem kurzen Arbeitstag an General- 
kosten zu sparen, zusammen. In den modernen Ländern wird unter 
dem Einfluß dieser Tendenzen die tägliche Arbeitszeit in verschiedenen 
Berufen meistens entweder gewohnheitsmäßig oder durch Vertrag 
zwischen den Organisationen der Interessenten oder schließlich durch 
Gesetzgebung. festgestellt. Der Einzelne hat unter solchen Verhältnissen 
meistens keinen Einfluß auf seine tägliche Arbeitszeit. 
Die Menge der vom einzelnen Arbeiter tatsächlich dargebotenen 
Arbeit hängt aber ferner auch von der Stetigkeit und Regelmäßigkeit 
seiner Arbeit ab. Wer infolge natürlicher Anlagen, mangelnder Er- 
ziehung oder der‘ Einwirkung schlechter‘ Organisation der Arbeits- 
anstellung nur unregelmäßig. arbeitet und dazwischen kürzere oder 
längere Zeiten im Suchen einer neuen Arbeitsgelegenheit umherwandert 
oder faulenzt, setzt sein persönliches Arbeitsangebot wesentlich unter das 
normale herab. In gewissen Berufen mit häufigem Stellenwechsel, z. B. 
im Baugewerbe, geht regelmäßig ein bedeutender Teil der möglichen 
rbeitstage verloren. Solche Verhältnisse haben offenbar einen sehr 
wesentlichen Einfluß auf das tatsächliche „Arbeitsangebot pro Arbeiter“‘. 
Die allgemeinen äußeren Faktoren, die dieses Angebot regulieren, liegen 
also ziemlich klar. 
Es ist nun ferner aber auch die von den Arbeitern selbst ausgehende 
bsichtliche Regulierung des Arbeitsangebots zwecks Verteidigung oder 
Besserung der Marktlage zu berücksichtigen. Wenn infolge zurück- 
gehender Nachfrage eine gewisse Arbeitslosigkeit eintritt, sollte man 
nach allgemeinen preistheoretischen Gründen erwarten, daß das über- 
wiegende Angebot.von Arbeit den Lohn herabdrücken müßte, und daß 
dieser Lohndruck nicht eher aufhören würde, als bis die Arbeitslosigkeit 
durch die Stimulierung der Nachfrage etwa verschwunden wäre, oder, 
wenn ein solches Ergebnis. nicht erreicht werden könnte, der Arbeits- 
John bis auf Null gesunken wäre. Die Wirklichkeit zeigt ein, anderes 
Bild. Die Arbeitslosen widersetzen sich mit möglichster Zähigkeit jeder 
Reduktion der herrschenden Lohnsätze und zögern bis zum äußersten, 
ihre Arbeit zum Unterpreis anzubieten. Die Arbeiter verfahren in dieser 
24
	        

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Le Problème de La Marine Marchande. Berger-Levrault & Cie., 1901.
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