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Theoretische Sozialökonomie

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Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Das Geld
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

3 49. Die Begrenzung der Zahlungsmittelversorgung durch den Bankzins. 397 
wisse Zeit in Anspruch. Die Wirkung der Zinspolitik auf die Menge der 
Zahlungsmittel kann nur allmählich hervortreten, auf die Länge der Zeit 
kann aber jede beabsichtigte Wirkung erreicht werden. Dabei ist natür- 
lich vorausgesetzt, daß die Bank ihre Vorschußbewilligung und ihre 
Zinspolitik vollständig in ihrer eigenen Hand hat. Wenn der Staat an 
die Bank Ansprüche dereinen oderanderen Art stellt, welche nichtzurück- 
gewiesen werden können, oder wenn Rücksicht auf die sozialen Gefahren 
einer scharfen Restriktionspolitik die Handlungsfreiheit der Bank unter- 
bindet, hört das Problem auf, ein rein geldpolitisches Problem zu sein. 
Es entsteht nun die Frage: wie soll der Bankzins bestimmt werden, 
wenn man einen Gleichgewichtszustand aufrecht erhalten will? Man 
könnte darauf antworten, daß der Bankzins gleich dem Realzins des 
Kapitals sein soll. Dabei ist aber zu beachten, daß ein „Realzins“ 
in einem anderen Sinne als in dem eines Marktzinses nicht existiert. 
Der Marktzins gibt aber den Banken eine recht unsichere Leitung für 
ihre Zinspolitik, denn der Marktzins wird, wie schon gezeigt, vom Bank- 
zins unmittelbar und kräftig beeinflußt. 
Die richtige Antwort auf unsere Frage kann nur die sein, daß die 
Banken in jeder Periode ihre Vorschüsse gerade so viel vermehren 
dürfen, wie der Summe der gleichzeitig zu ihrer Verfügung gestellten 
Ersparnisse entspricht. Werden die Vorschüsse noch weiter ausgedehnt, 
so können sie nur durch Vermehrung der Bankzahlungsmittel gegeben 
werden. Eine solche Vermehrung ist zwar zulässig in dem Maße wie 
der allgemeine wirtschaftliche Fortschritt einen vermehrten Bedarf an 
Zahlungsmitteln schafft, bedeutet aber sonst eine unzulässige Schaffung 
einer künstlichen, den Wert der Rechnungseinheit herabdrückenden 
Kaufkraft. 
In der Praxis wird der Bankzins bei Goldwährung wesentlich nur 
mit Hinsicht auf den nötigen Schutz der Reserven reguliert. Die Zins- 
politik der Banken ist also dann vollständig in den Dienst der Aufrecht- 
erhaltung der Goldwährung gestellt. Wo die Goldwährung aufgegeben 
ist und die Noten der Zentralbank mit Zwangskurs zirkulieren, sucht 
man gewöhnlich die Richtschnur für die Zinspolitik in der Aufrecht- 
erhaltung eines gewissen Verhältnisses zwischen der inländischen 
Valuta und der Goldvaluta des Auslandes. In beiden Fällen setzt sich 
die Zinspolitik die Aufgabe, einen innerhalb gewisser Grenzen festen 
Goldpreis aufrechtzuerhalten. Dies ist natürlich nur möglich, wenn 
die Warenpreise im allgemeinen auf einem gewissen Niveau beibehalten 
werden können. Es ist also offenbar, daß die Zinspolitik der Banken 
in letzter Linie eine Regulierung des allgemeinen Preisniveaus bedeutet. 
Dieser Zusammenhang kann aber erst auf Grund einer Theorie des 
Geldwerts, zu welcher wir im nächsten Kapitel übergehen, vollständig 
erklärt werden.
	        

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Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
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