Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Theoretische Sozialökonomie

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Das Geld
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

$ 58. Die Regulierung des Preisniveaus durch den Bankzins. 447 
Vermehrung der Zahlungsmittel nicht in der Hand der Banken liege, 
da das Publikum niemals mehr Zahlungsmittel aufnehmen würde als 
es wirklich brauchte. Wir sehen aber jetzt, daß die Banken durch zu 
günstige Vorschußbedingungen das Publikum zur Aufnahme von einer 
vergrößerten Zahlungsmittelmenge veranlassen kann, und daß eine 
solche nominelle Vergrößerung der Kaufkraft eine allgemeine Preis- 
steigerung hervorrufen muß. Diese Preissteigerung vermehrt den wirk- 
lichen Bedarf von Zahlungsmitteln in gleichem Verhältnis und das 
Publikum muß deshalb eine entsprechende Menge von Zahlungsmitteln 
behalten. Es ist gewiß nicht sicher, daß jede willkürliche Vermehrung 
der Zahlungsmittelversorgung auch vom Publikum behalten wird. 
Sicher ist nur, daß die gesteigerte Zahlungsmittelversorgung eine Preis- 
steigerung und eine derselben entsprechende Steigerung des Bedarfs an 
Zahlungsmitteln hervorrufen muß. Eine eventuell noch überschießende 
Zahlungsmittelversorgung wird das Publikum natürlich an die Banken 
zurückliefern. Wenn aber die Vorschußbedingungen fortwährend so 
günstig gehalten werden, daß die Kapitalnachfrage zum Teil durch 
Schaffung von neuen Bankzahlungsmitteln befriedigt wird, so muß 
sich derselbe Prozeß immerfort wiederholen: das Preisniveau wird ge- 
steigert und der Zahlungsmittelbedarf muß entsprechend wachsen. 
Was wir unter solchen Verhältnissen statistisch beobachten können, ist 
eine fortgesetzte Steigerung des allgemeinen Preisniveaus und eine damit 
parallel gehende Vermehrung der Zahlungsmittelversorgung. Diese 
beiden Quantitäten wachsen proportional miteinander. Wir kennen 
aber jetzt auch das Ursachsverhältnis. Die treibende Kraft der ganzen 
Bewegung liegt in der immer fortgesetzten Schaffung von artifizieller 
Kaufkraft. Hiermit sind wir zu einer befriedigenden Formulierung der 
Quantitätstheorie gelangt. 
Eine Verschlechterung des Geldwertes, die durch eine zu reichliche 
Zahlungsmittelversorgung veranlaßt wird, nennen wir eine Inflation. 
Arithmetisch wird die Inflation durch die Steigerung des allgemeinen 
Preisniveaus gemessen. Es ist denkbar und ist auch unter außerordent- 
lichen Verhältnissen, besonders während des Weltkrieges und der ersten 
Nachkriegszeit, vorgekommen, daß eine Preissteigerung von einem 
Rückgang der Warenversorgung verursacht wird. Eine solche Preis- 
steigerung hält sich aber notwendig innerhalb mäßiger Grenzen. Be- 
zeichnen wir die normale Warenversorgung mit 100 und nehmen wir an, 
die Warenversorgung wäre zufällig auf 80 herabgedrückt, was schon eine 
bedenkliche Notlage bezeichnet, so würde dadurch eine Preissteigerung 
im Verhältnis 80 zu 100, also doch nur von 100 auf 125, veranlaßt werden. 
Eine solche Preissteigerung kann aber unmöglich eine Vermehrung der 
Zahlungsmittelversorgung veranlassen, wie dies so oft während der 
großen Inflation des Krieges und der ersten Nachkriegszeit seitens der 
Zentralbanken geltend gemacht wurde. Denn nach unserer Voraus-
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.