Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Theoretische Sozialökonomie

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Das Geld
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

8 62. Die Bedeutung-der Bankpolitik für die internationalen Zahlungen. 469 
ganz bestimmte Diskontpolitik verfolgt werden. Nehmen wir auch an, 
daß das Preisniveau des Auslandes unverändert bleibt. Unter diesen 
Voraussetzungen wird die Diskontpolitik des Inlandes die Reserve gegen 
alle Ansprüche schützen, die sonst von einer Preissteigerung und einer 
dadurch veranlaßten Steigerung des Bedarfs an inländischen oder aus- 
ländischen Zahlungsmitteln ausgehen. Die Ansprüche auf Zahlungs- 
mittel, die der inländische Markt immerhin stellt, rühren von einer 
besonderen Belebung des Verkehrs zu gewissen Jahreszeiten oder unter 
guten Konjunkturen her und werden in erster Linie durch Vermehrung 
der Bankzahlungsmittel befriedigt. In ähnlicher Weise werden besondere 
Ansprüche auf ausländische Zahlungsmittel bei zufälligem Überschuß 
der Zahlungsverpflichtungen an das Ausland hervortreten. Eine solche 
zufällige negative Zahlungsbilanz kann auch ohne Veränderung des all- 
gemeinen Preisniveaus, und auch wenn im ganzen, auf die Dauer Gleich- 
gewicht der Zahlungsbilanz besteht, leicht entstehen, z. B. durch eine 
ungleichmäßige Verteilung der Einfuhr und der Ausfuhr auf die Jahres- 
zeiten oder durch zufälliges Überwiegen der Einfuhr unter gewissen 
wirtschaftlichen Konjunkturen, z. B. infolge Kapitalausleihungen im 
Auslande oder einer schlechten Ernte usw. Solche zufällige Ansprüche 
auf ausländische Zahlungsmittel werden in erster Linie durch die im 
8 60 angegebenen Mittel befriedigt, also vor allem durch Diskontierung 
von Wechseln, Verkauf von Effekten und Aufnahme von Anleihen im 
Auslande, Meistens gelingt es durch diese Mittel, die Zahlungsbilanz 
in Gleichgewicht zu bringen und somit die Reserve gegen Ansprüche 
des ausländischen Zahlungsverkehrs zu schützen, ebenso wie es durch 
Anwendung von Bankzahlungsmitteln gelingt, die Ansprüche des in- 
ländischen Zahlungsmittelbedarfs abzuwenden. 
Eine Zentralbank hat es aber auch in der Hand, diese selbst- 
wirkenden Verbesserungen der Zahlungsbilanz zu beschleunigen und 
zu kräftigen. Dies geschieht durch ein Mittel, das man in diesem Zu- 
sammenhang gewöhnlich einfach als „„Diskontpolitik‘ zu bezeichnen 
pflegt. Wenn der Diskont in Berlin über den auf vergleichbaren aus- 
ländischen Plätzen herrschenden Diskontsatz erhöht wird, werden aus- 
ländische Kapitalisten unter normalen Verhältnissen ihr Kapital gern 
vorübergehend in Berlin anlegen, was Goldsendungen nach Berlin ver- 
anlassen kann, meistens aber durch Ankauf von fälligen Forderungen 
auf Berlin geschieht. Damit hat eine Verschiebung der Zahlungsverpflich- 
tungen in die Zukunft stattgefunden, und die Zahlungsbilanz Berlins 
wird für den Augenblick verbessert. Auch wird Deutschland Wechsel 
auf das Ausland auf auswärtigen Plätzen mit niedrigerem Diskontsatz 
diskontieren und durch diese Antizipierung von Forderungsrechten 
Guthaben zur augenblicklichen Erleichterung der Zahlungsbilanz 
schaffen. Oder man gibt von Deutschland aus, um dem hohen deutschen 
Diskonto zu entgehen, Wechsel nach dem Auslande „in: ”Pension‘‘,
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.