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Theoretische Sozialökonomie

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Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

$ 70. Wechselnde Ausnutzung der Produktionsmittel. 
$ 70. Wechselnde Ausnutzung der Produktionsmittel. 
Der andere Hauptweg zur Ermöglichung einer erhöhten Pro- 
duktion in der Hochkonjunktur ist eine bessere Ausnutzung der vor- 
handenen Produktionsmittel. 
Eine solche verbesserte Ausnutzung kann, was das bewegliche 
Kapital betrifft, in der Weise gewonnen werden, daß der ganze Pro- 
duktionsprozeß beschleunigt und also die ‚„„Umlaufsgeschwindigkeit“ 
des beweglichen Kapitals erhöht wird, was offenbar damit gleich- 
bedeutend ist, daß die Vorräte von beweglichem Kapital im Verhältnis 
zum Umfange der Produktion vermindert werden. In den Hoch- 
konjunkturen, wo die Produktion mit möglichster Intensität arbeitet, 
wird im allgemeinen jedes Zwischenprodukt möglichst schnell zur 
nächsten Produktionsstufe übergeführt werden und also nicht lange 
Zeit in den Lagerbeständen zu finden sein. Daß in diesem Sinne eine 
bessere Ausnutzung des beweglichen Kapitals die Hochkonjunkturen 
auszeichnet, kann ziemlich allgemein angenommen werden. Man würde 
sicher aber irren, wenn man hierin ein wesentliches Moment in der Er- 
klärung der gesteigerten Produktion der Hochkonjunktur sehen wollte. 
Daß eine bessere Ausnutzung der dauerhaften materiellen Pro- 
duktionsmittel in der Hochkonjunktur stattfindet und in gewissem 
Maße zur Ermöglichung der gesteigerten Produktion beiträgt, steht 
außer Zweifel. In den Depressionsperioden sind die dauerhaften Pro- 
duktionsmittel teilweise schlecht ausgenutzt, teilweise sogar überhaupt 
nicht benutzt. Diese Veränderungen in der Ausnutzung der dauer- 
haften Produktionsmittel stehen zum Teil im Zusammenhang mit der 
wechselnden Verwendung von Arbeitskraft. Wenn die Fabrik mit 
Überstunden oder Extraschichten arbeitet, wird offenbar auch eine 
bessere Ausnutzung sowohl der Maschinen wie der ganzen Fabrik- 
anlage gewonnen. Werden mehr Arbeiter angestellt, so werden wohl 
teilweise neue Maschinen erforderlich, aber oft werden doch gewisse 
Maschinen auch für die größere Zahl der Arbeiter hinreichend sein. 
Die vergrößerte Produktion ist in solchen Fällen teilweise durch in- 
tensivere Ausnutzung der Maschinen ermöglicht. Ähnliches dürfte 
auch in manchen Fällen für die Fabrikgebäude und die übrigen An- 
lagen gelten. 
Aber auch ohne Zusammenhang mit Veränderungen der Arbeiter- 
zahl oder der Arbeitsstundenzahl kommen bedeutende Schwankungen 
in der Ausnutzung der dauerhaften Produktionsmittel vor, wenn z. B. ein 
Schiff, das eine Mal mit voller, das andere Mal nur mit halber Last segelt. 
In gewissen Fällen sind wir in der Lage, die wechselnde Ausnutzung 
der dauerhaften Produktionsmittel statistisch zu beleuchten, und somit 
eine ungefähre Vorstellung vom Umfange dieser Schwankungen sowie 
521
	        

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Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
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