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Theoretische Sozialökonomie

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Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Der internationale Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

S Kap. XX. Die handelspolitischen Systeme, 
schehen durch Beherrschung der Handelswege, die wiederum nur im 
Kampf gegen Wetteiferer gesichert werden konnte. Die Handelspolitik 
wurde deshalb wesentlich eine Politik, die durch militärische Macht 
Handelswege und Handelsbeziehungen zu monopolisieren suchte und 
jede Konkurrenz einfach mit Gewalt totschlug. Eine solche Politik 
führt natürlich zu einem nahezu beständigen Kriegszustand. 
Die drei jetzt charakterisierten Bestrebungen, die den wichtigsten 
Inhalt der Handelspolitik der vorstaatlichen Interessengemeinschaften 
bilden, gingen als ein Erbe auf den am Ende des Mittelalters und be- 
sonders am Anfang der neueren Zeit hervortretenden Nationalstaat 
über. Der Nationalstaat bedeutete eine wesentliche Erweiterung der 
wirtschaftlichen Interessengemeinschaft. Technisch war diese Er- 
weiterung bedingt durch die Notwendigkeit, größere geographische 
Gebiete als Grundlage für die wachsende Arbeitsteilung, also für eine 
berufsmäßige Produktion und für einen derselben entsprechenden regel- 
mäßigen Güteraustausch, zu schaffen. Eine wirkliche Tauschwirtschaft, 
wie wir sie oben (8 7 u. 8 14) charakterisiert haben, ‚war nur möglich 
innerhalb ganzer Länder, die in ihrem Innern ein gewisses Maß von 
freiem Verkehr herstellen konnten, und-also für eine Staatsmacht, die 
sich gegenüber dem mittelalterlichen Partikularismus der Städte, der 
Körperschaften, der kirchlichen und weltlichen Fürsten, der Landschaften 
usw., geltend zu machen vermochte. Auf die Dauer konnte auch eine 
Vorherrschaft auf dem Gebiete des Handels, der Seefahrt und der 
Kolonialbeherrschung nur aufrechterhalten .werden von einer Macht, 
die in ihrem eigenen Territorium eine große Produktion als Grund- 
lage für den Handel zu entwickeln vermochte und zugleich in diesem 
Territorium eine genügende Basis für militärische Machtentwicklung 
besaß. Die Ausbildung des Nationalstaates war tatsächlich für die 
wirtschaftliche und politische Entwicklung dermaßen ausschlaggebend, 
daß die Länder, die am. frühesten eine nationale Einheit zu schaffen 
vermochten, wie Frankreich, England und Schweden, dadurch einen 
ganz gewaltigen Vorsprung gewannen gegenüber solchen Ländern wie 
Deutschland und Italien, die zwar schon im Mittelalter eine hohe Blüte 
erreicht hatten, den mittelalterlichen Partikularismus aber nicht zu 
beseitigen imstande waren. 
Die Auffassung des Nationalstaates als einer wirtschaftlichen 
Interessengemeinschaft war gar nicht eine selbstverständliche oder in 
der Natur der Sache liegende Betrachtungsweise, sondern hatte sich 
vielmehrin hartem Kampf gegen die genannten partikularistischen Mächte 
allmählich geltend zu machen. In diesem Kampf war es von großer, 
wahrscheinlich von entscheidender Bedeutung, daß der neue etwas 
abstrakte Einheitsbegriff personifiziert. wurde, indem der König als 
Träger dieser Interessengemeinschaft hervortrat. Nur nachdem die 
Idee der Einheit des Nationalstaates sich während einer langen Aus- 
80
	        

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Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
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