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Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

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Bibliographic data

fullscreen: Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

Monograph

Identifikator:
1742735827
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-120327
Document type:
Monograph
Title:
Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Reimar Hobbing
Year of publication:
1927
Scope:
574 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Die neuere Finanzentwicklung der Vergleichsländer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

Geschichte der Lokomotive. Oliver Evans. 
185 
180. Evans' Vampfniaschine. 
Murdock hat seine immerhin brauchbare Idee seltsamerweise nicht weiter verfolgt. 
Sein Bersuchsmodell war 1851 auf der Weltausstellung in London von der Firma 
I. Watt & Co. in Soho zur Schau gestellt. 
Eine wesentliche, wenn auch nur mittelbare Förderung fand die Dampflokomotive 
durch den Amerikaner Oliver Evans. Im Jahre 1784 nahm dieser ein Patent auf die 
Hochdruckdampfmaschine, bei der er hochgespannten Wasserdampf von zehn Atmosphären 
Pressung verwenden wollte. Hiermit 
erst war die Grundlage für eine ge 
deihliche Entwickelung des Dampf 
wagens geschaffen. Man kannte — 
abgesehen von den beiden vorgenann 
ten kurzlebigen Versuchen Cugnots 
und Murdocks — bis dahin nur 
die Koudensationsdampfmaschine von 
Watt, die mit einem Dampfdruck be 
trieben wurde, der kaum den Druck 
der natürlichen Atmosphäre überschritt. 
Diese Wattschen Niederdruckmaschinen 
waren aber für den Betrieb von 
Straßenwagen nicht nur viel zu 
schwerfällig, sondern wegen der für 
das Kondensieren des Dampfes er 
forderlichen großenWassermenge völlig 
ungeeignet. Die Hochdruckmaschine 
von Evans war daher ein großer 
Fortschritt. Sie besaß außerdem im Verhältnis zu ihrer Leistung geringes Gewicht und 
ließ sich daher auf einem Wagen bequem unterbringen. Evans bewarb sich 1786 in 
Pennsylvanieu um ein Patent auf eine Dampfstraßenlokomotive, wurde aber von seinen 
Landsleuten als an der „Dampfkrankheit" leidend verlacht, sein Plan für ein Hirngespinst 
erklärt und das Patent ihm verweigert. Im folgenden Jahre erhielt er jedoch ein solches 
im Staate Maryland. Er verfolgte zähe seine Idee. Im Jahre 1801 führte er eine Hoch 
druckdampfmaschine aus, bei der 
die geradlinig hin und her gehende 
Kolbenbewegung nach Art der 
Modellfigur (Abb. 180) durch 
einen um einen Endpunkt dreh 
baren Schwinghebel — einen 
sogenannten Grasshopper beam 
— mittels Lenkstange in die 
Drehbewegung umgesetzt wird, 
also ähnlich wie bei Murdock. 
Im Jahre 1804 baute Evans 
einen Dampfbagger für den Hafen 
von Philadelphia, den Oruetor 
Amphibolus (Grabmaschine zu 
Wasser und zu Lande), aus dem 
manche Schriftsteller nachher einen Dampfwagen gemacht haben. Diese Legende ist 
höchstwahrscheinlich dadurch entstanden, daß Evans den Bagger auf Räder setzte und 
diese durch die Dampfmaschine desselben mittels Seile antreiben ließ (Abb. 181), um ihn 
vom Herstellungsorte durch eigene Kraft 2 1 / 2 km weit an den Fluß zu schaffen. Wegen 
dieser Beweglichkeit zu Laude und zu Wasser hatte Evans auch die vorerwähnte doppel 
sinnige Bezeichnung gewählt. Der Transport dieses Dampfungetüms ging damals „im 
Angesichte von wenigstens 20 000 Zuschauern durch die Straßen von Philadelphia biv 
an den Schuylkillfluß" vor sich. Evans selbst hat wohl niemals einen eigentlichen 
IX 24 
181. Evmiü' Dampfüuggcr „Wrurtor Kniphiliolus", 1804.
	        

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Grundriß Des Deutschen Zollrechts. Hermes, 1927.
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