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Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

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Bibliographic data

fullscreen: Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

Monograph

Identifikator:
1742735827
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-120327
Document type:
Monograph
Title:
Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Reimar Hobbing
Year of publication:
1927
Scope:
574 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Die Staatsausgaben in der Gliederung nach Ausgabezwecken
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Grundlegung
  • Zweiter Teil. Die neuere Finanzentwicklung der Vergleichsländer
  • Dritter Teil. Die Staatsausgaben in der Gliederung nach Ausgabezwecken
  • Vierter Teil. Die Staatsausgaben in ihrer Gliederung nach Ausgabearten
  • Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Sachregister

Full text

144 — 
Nach dem Luftflottenbauprogramm von 1923 ist für 1926 eine Gesamtstärke von 61 Geschwadern einsshl. 
5 der Reserven vorgesehen. Nach Abzug der in den Kolonien stationierten und der in der Marine ver- 
wendeten Einheiten bleiben für die Home Defence Force 32 Geschwader, die nach dem erwähnten Programm 
bis 1928 auf 52 vermehrt werden sollen. 
Die Gesamtstärke der Luftstreitkräfte ist für 1925/26 mit 36 000 Mann einschl. 3627 Offizieren 
gemäß Vote A des Etats veranschlagt. Die in Indien stationierten Truppen sind in dieser Zahl 
nicht enthalten, wohl aber die in Middle East verwendeten Heereseinheiten. Die gesamten militärischen 
Unternehmungen in Irak und Palästina gehen mit geringen Ausnahmen zu Lasten des Luftfahrtetats (wegen 
ihrer Bedeutung für die Sicherung des Luftweges von London-Kairo nach Bombay). Die erforderlichen 
Truppen erscheinen sowohl hinsichtlich der Stärke als auch der entstandenen Kosten nicht im Heeres-, 
sondern im Luftfahrtetat. 
Die Besoldung der Offiziere und Mannschaften ist den besonderen Anforderungen entsprechend höher 
als die in Heer und Flotte. Die Aireraftmen der ersten Klasse erhalten 4s 6 d bis 4 s 10 d, diejenigen 
der zweiten Klasse 4 s pro Tag. Der Sold eines Pilot Officer_ist_mit insgesamt 1 £ 4 s 11'/, d pro Tag 
für Unverheiratete verzeichnet. 
Der Luftfahrtminister berichtet in dem oben erwähnten Memorandum, daß die besondere Fürsorge, 
welche dem Flugwesen seit dem Kriege zuteil geworden ist, von einem stetigen Anwachsen der Aus- 
gaben begleitet war. Auchin den nächsten Jahren ist mit einer weiteren wesentlichen Steigerung zu rechnen; 
der Luftfahrtetat für 1926/27 zeigt im Gegensatz zu den beiden anderen Wehrmachtetats keine Ver- 
minderung der Nettoausgaben. Allerdings soll das Tempo der Ausgabensteigerung verlangsamt werden. 
Die Vollendung des Luftflottenbauprogramms ist vor dem Jahre 1930 schon deswegen nicht durchzu- 
führen, weil es unmöglich ist, in so kurzer Zeit den erforderlichen Personalnachwuchs heranzubilden und 
Flugplätze und Flugzeughallen bereitzustellen. 
In der Luftrüstungspolitik der jüngsten Zeit zeigt sich eine Tendenz zur Stärkung der Luftwaffe unter 
gleichzeitiger Verminderung der aktiven Truppe, indem man diese systematisch durch Zivilangestellte. 
besonders in der Verwaltung und in den technischen Werkstätten, ersetzt. 
Eine Reihe von Ausgaben, die ebenfalls der Luftwafte zugute kommen, sind in den Etats anderer 
Verwaltungszweige enthalten und auch in der Aufarbeitung unter den betreffenden Ausgabezwecken 
genannt. So werden den /mperial Airways Lid. erhebliche Subventionen zugewiesen, um den Luftweg 
London-Bombay auszubauen, der für militärische Zwecke von außerordentlicher Bedeutung ist; die be- 
treffenden Ausgaben sind unter »Wirtschaft, Private Luftfahrt« (vgl. S.381f.) aufgeführt. Flugplätze, 
die für die militärische Luftfahrt von großem Interesse sind, werden im Etat der privaten Luftfahrt 
geführt. Die der Seeschiffahrt und der Landwirtschaft dienenden Wetterstationen kommen auch der 
Luftfahrt insofern zugute, als durch großzügige Organisation der vorhandenen Institute ein schneller 
und zuverlässiger Wetternachrichtendienst ermöglicht wird. 
Um die Zusammenarbeit mit den Universitäten zu pflegen, wird in Oxford und Cambridge je ein 
Flugzeuggeschwader unterhalten. Von der aktiven Truppe abkommandierte Offiziere stellen das Aus- 
bildungspersonal. Der Zweck ist, allgemein an den Universitäten das Interesse. für das Lufltwesen an- 
zuregen und wachzuhalten, speziell in allen technischen und experimentellen Fragen. 
2. Die Ausgaben. 
Die Luftfahrtausgaben für das Vorkriegsjahr sind in den Etats des Heeres und der Marine enthalten 
und wurden dort, soweit es möglich war, ausgesondert. Ihre geringe Höhe erklärt sich einerseits dadurch, 
daß die betreffenden Posten teilweise nicht als solche der Luftfahrt gekennzeichnet waren und deshalb 
nicht erfaßt werden konnten, andererseits dadurch, daß die veranschlagten Ausgaben für 1912/13 noch 
tatsächlich sehr gerinz waren, da die Luftfahrtabteilung erst 1912 eingerichtet wurde. 
Aus dem Heeres- und dem Flottenetat wurden an Ausgaben für die militärische Luftfahrt ausgesondert: 
Persönliche Arbeitsleistung:................... 36000£ 
Sächlicher Bedarf air ek ern  V66 000 
Gesamtansgaben =... 202 000.2 
| Für die Nachkriegszeit liegen selbständige Luftfahrtetats vor. Sie setzen sich in den letzten Jahren 
in ihren Endziffern wie folgt zusammen: 1924/25 1925/26 1926/27 
(in 1.000 £) 
Nettovoranschlag ........ 14 861 15513 16 000 
Appropriations in Aid.... 4 881 5 806 4 864 
Bruttovoranschlag a Mi 1 90 a
	        

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Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien Und Italien in Der Vor- Und Nachkriegszeit. Reimar Hobbing, 1927.
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