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Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

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Bibliographic data

fullscreen: Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

Monograph

Identifikator:
1742735827
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-120327
Document type:
Monograph
Title:
Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Reimar Hobbing
Year of publication:
1927
Scope:
574 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Die Staatsausgaben in der Gliederung nach Ausgabezwecken
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Grundlegung
  • Zweiter Teil. Die neuere Finanzentwicklung der Vergleichsländer
  • Dritter Teil. Die Staatsausgaben in der Gliederung nach Ausgabezwecken
  • Vierter Teil. Die Staatsausgaben in ihrer Gliederung nach Ausgabearten
  • Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Sachregister

Full text

Reihe besonderer Aufgabengebiete sind Kommissionen mit ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern 
eingesetzt, die in der Hauptsache beratende Funktion ausüben. Zu diesen gehört in erster Linie der Con- 
siglio Superiore di Marina. Der Comitato degli Ammiragli ist für die Fragen der Küstenverteidigung zu- 
ständig. Der Comitato per ’Esame dei Progetti di Navi hat die Entscheidung über die auszuführenden 
Schiffsneubauten, 
Zum Zweck der Organisation der gesamten Seemacht ist die italienische Küste mit den umgrenzenden 
Meeren in 4 Distrikte eingeteilt. Die Zentralleitungen dieser Distrikte, die Dipartimenti Marittimi, be- 
finden sich in Spezia für das obere Tyrrhenische Meer, in Neapel für das untere Tyrrhenische Meer, in 
Tarent für das Jonische und untere Adriatische Meer und in Venedig für das obere Adriatische Meer. 
Diesen Bezirkskommandos unterstehen die gesamten jeweils in deren Bereich befindlichen Marinestreit- 
kräfte, die Küstenverteidigung, die Arsenale, Werkstätten und sonstigen Marineanstalten. Die Comandi 
Militari Marittimi und die Comandi di Marina sind Unterabteilungen der Bezirkskommandos. 
Das gesamte Offizierkorps der Marine ist folgendermaßen gegliedert: 
1. Uffieiali di Vaseello für den ordentlichen Seedienst. Sie durchlaufen eine Seekadettenzeit auf einem 
Schulschiff und erhalten anschließend eine wissenschaftliche Ausbildung in der Academia Navale. 
2. Ufficiali Macchinisti für den Maschinendienst, die sich zum größten Teil aus ehemaligen Unter- 
offizieren zusammensetzen; Voraussetzung zur Beförderung ist der Besuch der Maschinistenschule 
in Venedig. 
3. Uffieiali del Genio Navale für das Flotteningenieurwesen. Diese werden auf besonderen Schiffsbau- 
schulen ausgebildet. 
Der Corpo dei Reali Equipaggi umfaßt das Unteroffizierkorps und den gesamten Mannschaftsbestand. 
Zu den Marinetruppen wird nach dem Etat die Hafenaufsicht (Capitaneria di Porto) gerechnet, die im 
wesentlichen den Dienst einer besonderen Hafenpolizei versieht. In der Aufarbeitung sind die hierfür 
erforderlichen Aufwendungen unter »Wirtschaft, Handelsmarine« (S. 375 ff.) genommen. Dagegen wurden 
die zum größten Teile beim Marineministerium erscheinenden Ausgaben für Vermessungswesen und Leucht- 
türme unter »Öffentliche Arbeiten« (S. 388 ff.) behandelt. 
Der Personalbestand der Kriegsmarine betrug 1913 insgesamt 28 957 Offiziere und Mannschaften 
und 1925: ; 
Offiziere... 0.0 e KERNE Di een HR A ln 1877 
Unteroffiziere (einschl. Deckotfiziere) und Mannschaften ........... 43000 
Insgesamt .... 44877 
Die italienische Flotte bestand 1914 aus 5 Divisionen, von denen die 1. und 5. das erste Geschwader, 
die 2. und 4. das zweite Geschwader bildeten, während die 3. Division selbständig blieb und Ausbildungs- 
zwecken diente. 
Die Zahl der hauptsächlichsten Schiffseinheiten betrug 1914: 
20 Schlachtschiffe (davon 3 moderne), 
5 Kreuzer, 
28 Torpedobootzerstörer. 
Außerdem bestanden einige ältere Schiffe aller Gattungen, die eine Materialreserve für die Flotte bildeten. 
Im Bau befanden sich 1914 2 Schlachtschiffe und mehrere kleine Einheiten. Ferner war der Bau von 
4 Schiffen einer Überdreadnought-Klasse (Caracciolo) geplant, der indessen im Laufe des Krieges auf- 
gegeben wurde. Die Verluste des Krieges betrafen 5 Schlachtschiffe und eine Reihe kleiner Einheiten. 
Die Entwicklung der italienischen Kriegsflotte in der Nachkriegszeit ist ebenso wie bei Großbritannien 
und Frankreich durch das Washingtoner Abkommen beeinflußt. Hiernach darf Italien (wie auch Frank- 
reich) vor 1928 keine Schlachtschiffe auf Stapel legen. Infolgedessen, sowie auf Grund der Kriegserfahrungen 
und auch aus finanziellen Rücksichten wurde der Neubau der kleinen Schiffseihheiten, und zwar vor 
allem der U-Boot-Waffe, besonders gefördert. Das Flottenbauprogramm sieht für die Zeit von 1924—1928 
die Fertigstellung von 3 Kreuzern, 16 Torpedobootzerstörern und 16 Unterseebooten vor. 
1925 bestand die italienische Flotte aus: 
5 modernen Schlachtschiffen, 11 Kreuzern (davon 5 von Deutschland und 
3 Panzerkreuzern, die als Schulschiffe Österreich übernommen), 
dienen, 59 Torpedobootzerstörern (davon 3 übernommen). 
292 
1690
	        

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Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien Und Italien in Der Vor- Und Nachkriegszeit. Reimar Hobbing, 1927.
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