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Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

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Bibliographic data

fullscreen: Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

Monograph

Identifikator:
1742735827
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-120327
Document type:
Monograph
Title:
Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Reimar Hobbing
Year of publication:
1927
Scope:
574 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Die Staatsausgaben in der Gliederung nach Ausgabezwecken
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Grundlegung
  • Zweiter Teil. Die neuere Finanzentwicklung der Vergleichsländer
  • Dritter Teil. Die Staatsausgaben in der Gliederung nach Ausgabezwecken
  • Vierter Teil. Die Staatsausgaben in ihrer Gliederung nach Ausgabearten
  • Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Sachregister

Full text

361 
46 
Das britische Ackerbauministerium erhält aus den Mitteln des Board 40000 £!) zum Studium der 
Methoden und der Rationalisierungsmöglichkeiten der inländischen agrarischen Produktion. Das Imperial 
Economic Committee hat empfohlen, die Ausfuhr von hochwertigem britischen Zuchtvieh dadurch zu 
erleichtern, daß die Transportkosten vom Mutterlande nach allen Teilen des Weltreiches ganz oder teil- 
weise aus den Mitteln des Zmpire Marketing Board bestritten werden. Ende September 1926 waren von 
den 500000 £, die für das ganze Rechnungsjahr zur Verfügung standen, etwa 250 000 £ verausgabt. 
4. Bergbau. 
Der britische Kohlenbergbau befindet sich schon seit Jahren in einer schweren Krise. Auf eine Dar- 
stellung ihrer Einzelheiten kann hier um so mehr verzichtet werden, als die britische Kohlenkommission 
darüber einen eingehenden Bericht erstattet hat?). 
Im Rechnungsjahre 1921/22 gewährte die britische Regierung dem notleidenden Kohlenbergbau erst- 
malig eine Subvention in einer Gesamthöhe von rund 7 Millionen £. Als im Laufe der ersten Hälfte des 
Jahres 1925 die Krise des Kohlenbergbaues sich wieder verschärfte, entschloß sie sich zu einer neuen 
Kohlensubvention. Es kam ihr dabei einmal darauf an, den Kohlenbergbau, die »Schlüsselindustrie der 
Schlüsselindustrien«, im Interesse der gesamten britischen Industrie und des Verkehrs leistungsfähig zu 
erhalten, dann aber auch, und zwar hauptsächlich, der weiteren Steigerung der Arbeitslosigkeit vorzu- 
beugen, die sich aus der drohenden Stillegung englischer Bergwerke ergeben hätte, und die dann auch 
auf andere Industriezweige übergegangen wäre. Die Kohlensubvention trägt also in allererster Linie 
sozialpolitischen Charakter, 
Der Etat für 1925/26 war bereits abgeschlossen, als die neue Kohlensubvention am 1. August 1925 ihre 
gesetzliche Grundlage fand. Infolgedessen’erscheinen in dem bearbeiteten Nachkriegsetat für den Bergbau 
nur ganz unbedeutende Ausgabeposten. Es handelt sich dabei um kleine Kommissionen, Prüfungs- 
behörden usw.;, für welche 1912/13: 4190, 1925/26: 4641 £ veranschlagt waren. Das Mines Department 
des Board of Trade, das als solches erst nach dem Kriege geschaffen wurde, aber in der Hauptsache die 
Funktion der bereits vor dem Kriege bestehenden Inspektionen für Bergwerke und Steinbrüche übernahm, 
wurde wegen seines überwiegend sozialpolitischen Charakters, wie bereits erwähnt, in dem Kapitel 
»Soziale Aufgaben« unter dem Abschnitt »Gewerbeaufsicht« (S. 308) behandelt. Maßstäbe für eine 
Trennung der sozialpolitischen und der rein wirtschaftlichen Funktion dieser Behörde sind den Vor- 
anschlägen nicht zu entnehmen. 
Die Kohlensubvention selbst mußte nachträglich bewilligt werden, und zwar sah der Nachtragsetat 
vom August 1925 zunächst 12 Millionen £ hierfür vor. Im weiteren Verlauf des Rechnungsjahres 1925/26 
wurde dieser Betrag um 7 Millionen erhöht. Der Etat für 1926/27 sieht, da die Kohlensubvention bis 
zum 1. Mai 1926 gezahlt werden mußte, für den Monat April 1926 allein 4,1 Millionen vor, so daß der 
etatmäßige Gesamtaufwand für die Kohlensubvention vom 1. August 1925 bis zum 30. April 1926 sich 
auf 23,1 Millionen £ beläuft. Damit war die Schätzung der britischen Regierung, die sich noch im 
Februar 1926 auf 21 Millionen £ stellte, wesentlich überholt. Die Unkosten des Mines Department sind in 
einem aus dem Etat nicht ersichtlichen Maße ebenfalls mit dem Umfang der gezahlten Subventionen 
gewachsen. 
Nach den Veröffentlichungen des Mines Department stellten sich die tatsächlich an den Kohlen- 
bergbau gezahlten Subventionen für die Zeit vom 1. August 1925 bis 30. April 1926 wie folgt: 
Schötflladd  En Millionen £ 
Northumberland .. +. + tee ee ann nt a al 1,47 
Durham RR He na Ken 32 
Südwales und Monmouthshire: ......... 4000er were 6,11 
Östlicher Teil der: Federated. Area nıe een 302 
Lancashire, North. Statfordshite .ur... rer een ZM 
A Se DE 
South. Staffordshire und Salop.........0.........0.040, 0,22 
Cumberländ ner rer Kane Rear a em t rare O3 
Brill EN EAN 0,03 
Forest. 0f- Deal. nern ker kr Pr EEE Warner 0,18 
Sommerset 2 u erh aa E Kr ea era eeeeert 008 
Kerr er ra OB 
Insgesamt.... 21,89 Millionen £ 
*) Aus dem im Etat für 1926/27 vorgesehenen Fonds. 
*) Vgl. Report of the Royal Commission on the Coal Industry (1925) with Minutes of Evidence and Appendices, Vol. 1, London, Printed and 
published by H. M. Stat. Office 1926, Cmd. 2600.
	        

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Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien Und Italien in Der Vor- Und Nachkriegszeit. Reimar Hobbing, 1927.
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