Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

Monograph

Identifikator:
1742735827
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-120327
Document type:
Monograph
Title:
Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Reimar Hobbing
Year of publication:
1927
Scope:
574 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Die neuere Finanzentwicklung der Vergleichsländer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Grundlegung
  • Zweiter Teil. Die neuere Finanzentwicklung der Vergleichsländer
  • Dritter Teil. Die Staatsausgaben in der Gliederung nach Ausgabezwecken
  • Vierter Teil. Die Staatsausgaben in ihrer Gliederung nach Ausgabearten
  • Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Sachregister

Full text

7 
Das beträchtliche Defizit der Nachkriegsetats hatte die Staatsverschuldung von Jahr zu Jahr ansteigen 
lassen. Die belgische Staatsschuld, die sich bei Ausbruch des Krieges auf 4,98 Milliarden fr. belief, er- 
reichte!) 
am 31. Dezember 1920 ......... 29,3 Milliarden fr. 
SE: k LOB ee O8 x 
» 81. 1928... 3605 
BET HS A 
>» Bl ? U 
> 30. September 1925°) ........ 58,1 
230. Oktober  1926%) ........ 57,2 
Vor dem Kriege handelte es sich vorwiegend um inländische langfristige Verschuldung; das ausländische 
Kapital wurde zum ersten Male im März 1914 an einer belgischen Staatsanleihe von 12 Millionen £ interes- 
siert; am 15. August 1914 betrug bei einer Gesamtschuld von 4982 Millionen fr. die schwebende Ver- 
schuldung 504 Millionen fr. Dieses Verhältnis ist durch Kriegs- und Nachkriegswirtschaft völlig ver- 
schoben worden. Am 30. September 1925 entfielen von 58,1 Milliarden fr, Gesamtschuld 26,2 Milliarden fr. 
auf ausländische Verschuldung, die unfundierten Schulden betrugen 16,8 Milliarden fr., einschließlich des 
Vorschusses, den die Banque Nationale dem Staate 1919 für Zwecke der Währungsregulierung gewährt hatte. 
Es war dem Staate zwar gelungen, bis 1925 das nicht zu vermeidende Defizit des Budgets durch Anleihen 
und kurzfristige Kredite zu decken, doch mußte sich diese Finanzierungsmethode rächen, sobald die 
Termine der kurzfristigen Kredite abgelaufen waren. 
Die »Schwebende Schuld« bedeutete wegen ihres verhältnismäßig großen Umfanges eine dauernde Ge- 
Jährdung der Finanzlage. Solange die Kaufkraft der Währung nicht wesentlich sank, machten die 
Fälligkeitstermine der Schatzwechsel keine besonderen Schwierigkeiten. In dem Augenblick aber, in dem 
nach den Schwankungen der letzten Jahre Wechselkurse und Preise erneut anzogen, also etwa von Mitte 
1925 an, wurde das Mißtrauen der Schatzwechselinhaber wieder wach. Die Schwierigkeiten der Schatzwechsel- 
erneuerung nahmen von Termin zu Termin zu. Zu Beginn des Jahres 1926 war es nicht mehr möglich, 
so viel Schatzwechsel unterzubringen, wie zur Kinlösung präsentiert wurden. ‘ Es wurde daher versucht, 
durch besonders günstige Verzinsung den Anreiz zum Kauf von Schatzscheinen zu erhöhen, wobei vor 
allem an die großen Kreditinstitute gedacht wurde, Außerdem wurden für 35 Millionen Dollar Schatz- 
scheine im Auslande untergebracht. Als auch diese, wie sich herausstellte, geringen Möglichkeiten er- 
schöpft waren, wurde zunächst die Banque Nationale in Anspruch genommen; da diese sich aber auf die 
Dauer weigerte, den Ansprüchen des Staates Genüge zu tun, wurde die Bildung eines Großbankkonsor- 
tiums propagiert, das eine halbe Milliarde Schatzscheine übernehmen sollte. Dieser Plan scheiterte am 
Widerstande der interessierten Institute. Damit blieb als letzter Ausweg die gesetzliche Erhöhung des 
Vorschusses der Notenbank an den Staat. Dieser belief sich am 31. Dezember 1924 auf 5,2 Milliarden fr., 
nachdem von 1919 an 600 Millionen fr. des Vorschusses getilgt waren, den die Bank dem Staate zum Zwecke 
der Einziehung der in Belgien umlaufenden deutschen Noten gewährt hatte. Die Höhe des gesetzlichen 
Vorschusses der Zentralbank wurde zunächst auf den ursprünglichen Betrag von 5,8 Milliarden fr. erhöht, 
daneben aber die Bestimmung getroffen, daß die Notenbank bis zu 1,5 Milliarden fr. für Einlösung von 
Schatzwechseln vorzuschießen hätte. Der Gesamtvorschuß, der sich schon am 30. September 1925 auf 
5 680 Millionen fr. belaufen hatte, stieg indessen bis zum Herbst 1926 auf 6705 Millionen fr, 
Bei all diesen Versuchen, die Schwierigkeiten der Situation des Schatzamtes zu beheben, konnte es sich 
nur um Notmaßnahmen handeln. Der Verlauf des Jahres 1925 hatte die N otwendigkeit einer neuen Finanz- 
reform erwiesen. Diese stand vor der Aufgabe, die Konversion der kurzfristigen Schuld und damit die Be- 
seitigung der Inflationsgefahr sowie die Anpassung der Steuersätze an die veränderten Kaufkraftverhält- 
nisse durchzuführen. Hierdurch hoffte man die Stabilisierung des Frankkurses und damit die notwendige 
Stetigkeit für die Finanzpolitik zu erreichen. 
Der erste Sanierungsplan wurde Ende 1925 durch das Ministerium Poullet ausgearbeitet; die wichtigsten 
Punkte waren Stabilisierung der Währung mit ausländischer Hilfe und Ausbau des Steuersystems. Das 
Reformprogramm kam indessen nicht zur Auswirkung, da die Stabilisierung infolge des Fehlens auslän- 
discher Hilfe mißlang, Das Ausland stand den belgischen Verhältnissen um so skeptischer gegenüber, als 
die Frage der Konversion der schwebenden, Schuld in dem Sanierungsplane nicht endgültig gelöst war. 
Das Ministerium Poullet kam durch diesen offenbaren Mißerfolg zu Fall, und unter fortdauernd schwierigen 
V erhältnissen übernahm im Mai 1926 das Ministerium Jaspar die Aufgabe der Sanierung, die es zu einer 
zewissen Lösung brachte. 
2) Jouvet, a.a. 0. 
2) Houtart, a.a.0 
ur
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien Und Italien in Der Vor- Und Nachkriegszeit. Reimar Hobbing, 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.