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Holländische Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Holländische Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1744885710
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-117895
Document type:
Monograph
Author:
Baasch, Ernst http://d-nb.info/gnd/117692018
Title:
Holländische Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
VI, 632 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Holländische Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
  • II. Kapitel. Die Übergangzeit
  • III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
  • Index

Full text

fang an das wirtschaftliche Ziel im Auge, 
das Ergebnis für Handel und Schiffahrt. Was sie allerdings einmal 
an sich gerissen hatten, das gaben auch die Seeleute nicht gern 
wieder auf; in ihren Herzen, so schrieb der venetianische Gesandte 
1626, wirke das Interesse als ein harter Tyrann'). 
Über den Umfang der niederländischen Handelsflotte in älterer 
Zeit mangelt es an sicheren Daten. Wir sind lediglich auf Schätzungen 
angewiesen?). Um etwa 1607 werden in einem, vielleicht einem Dün- 
kirchener zuzuschreibenden Aktenstück die in der Ostlandfahrt be- 
schäftigten größeren Schiffe auf etwa 800 berechnet, dazu noch 
2200 kleinere; ferner 2000 Schiffe in der Spanien- und Mittelmeer- 
fahrt; in der Fahrt nach Ostindien jährlich 7, nach Brasilien 15, 
nach Rußland mehr als 20 Schiffe; alles in allem etwa 3000 Schiffe 
von durchschnittlich 120 Lasten. Zu diesen kamen dann etwa 
3000 Fischereifahrzeuge3). Mögen diese Zahlen zu hoch oder zu 
niedrig sein, im allgemeinen werden sie von der Wahrheit nicht 
weit entfernt bleiben. Auch die 180 000 Menschen, die in jenem 
Bericht als für diese Zeit in der Schiffahrt beschäftigt angenommen 
waren, wobei die Zimmerleute, Segelmacher, Holzarbeiter usw. 
miteinzuschließen sind, dürfte nicht zu hoch sein; für die Mitte 
des 17. Jahrhunderts schätzte man diese Zahl auf 250 000 Menschen; 
im ganzen dürften zu dieser Zeit 22 000 Schiffe und 240 000 See- 
ıı Blok; Rel. Venet., S. 167. 
?) Vogel, Europ. Handelsflotten, S. 331, nimmt an für die Niederlande 
1470: 30 000, 1570: 116 000, 1670: 284 000 Lasten (zu 2 Tonnen). 
%) Blok, Een merkwaardig aanvalsplan, S. 8ff. Blok hält die 3000 Fi- 
schereifahrzeuge für zu hoch, ebenso die 2000 Spanien- und Mittelmeerfahrer; da- 
gegen seien die 7 Ostindienfahrer (5 holl. und 2 seeländ.) zu wenig. — Höher als in 
diesem Bericht sind teilweise die Zahlen, die der Engländer Raleigh 1603 über 
die niederländische Schiffahrt gibt (Macpherson, Annals II, S. 233 ff.), näm- 
lich: nach England jährlich 5—60o Schiffe; für ihren Holzhandel in der Ostsee jähr- 
lich 5—600 große Schiffe; allein nach Danzig, Königsberg, Elbing jährlich etwa 
3000 Schiffe. Sie bauten jährlich etwa 1000 Schiffe und verwendeten in ihrer Fischerei 
etwa 20 000 Schiffe und 400 000 Menschen. Letzteres ohne Zweifel viel zu hoch, 
wie schon Blok und andere nachgewiesen haben. Nach Blok (S. 32) könne die 
Angabe von 180 000 Menschen wohl zutreffen. Dagegen übertrieb die Raleigh- 
sche Angabe der 20 000 Schiffe wohl nicht; in jenem Bericht werden 22 370 Schiffe 
angegeben; dazu 240 815 Seeleute (S. 37). Ein allgemeines Urteil über die holländi- 
sche Schiffahrt aus dem Munde eines Franzosen um 1660: „La Hollande a plus de 
ma1sons sur mer que sur terre‘‘ (Murris, La Hollande etc., S. 248 f.). 
Baasch, Holländische Wirtschaftsgeschichte, 
161 
11
	        

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Cost of Living in German Towns. Stat. Off., 1908.
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