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Holländische Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Holländische Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1744885710
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-117895
Document type:
Monograph
Author:
Baasch, Ernst http://d-nb.info/gnd/117692018
Title:
Holländische Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
VI, 632 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Holländische Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
  • II. Kapitel. Die Übergangzeit
  • III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
  • Index

Full text

— 2 — 
wie Delft, Dordrecht, Veere. Für die nationale Wirtschaft waren 
sie ziemlich wertlos, ja schädlich. Sie haben sowohl die einheimische 
Industrie wie auch die Schiffahrt benachteiligt und beide in Ab- 
hängigkeit von England gebracht; insofern haben sie den späteren 
Niedergang der niederländischen Wirtschaft mit vorbereitet. Nütz- 
lich haben diese Stapel nur in soweit gewirkt, als sie die Nieder- 
länder nötigten, einzelne Einrichtungen für den Handel zu treffen 
oder zu verbessern. So ging die Errichtung einer Wechselbank in 
Rotterdam 1635 auf die Zulassung der Engländer zurück, deren 
Geldverkehr man erleichtern wollte; in Delft hatten sie sich der 
Amsterdamer Wechselbank für Zwecke des Geldverkehrs bedient, 
was man in Rotterdam nicht gern sah. Allerdings haben die Eng- 
länder später wenig Rücksicht auf die Rotterdamer Bank ge- 
nommen und doch die Amsterdamer Bank bevorzugt!). Auch der 
Stapel der Schotten löste allerlei Fortschritte aus; in Veere ver- 
besserte man die Hafeneinrichtungen, Dordrecht verhieß 1668 die 
Errichtung einer Wechselbank, die aber nicht zur Ausführung 
kam?). Die meisten den Stapelkaufleuten eingeräumten Vorrechte, 
die Befreiungen von Abgaben und Akzisen, die Erlaubnis, englisches 
Bier zollfrei einzuführen, usw. benachteiligten die übrige Bevölke- 
rung nicht unerheblich; die dagegen eingetauschten Vorteile ent- 
sprachen nicht immer diesen Opfern. : Dazu kam, daß die Abson- 
derung der Fremden von der niederländischen Bevölkerung, ihre 
zur Schau getragene kirchliche Sonderstellung jede engere Ver- 
bindung mit den Einheimischen hemmte. Es war dieselbe Erschei- 
nung, die uns auch in Hamburg entgegentritt. 
Als ein Glück war es anzusehen, daß diese Niederlassungen 
Fremder in der geschlossenen Form eines Stapels sich auf Eng- 
länder und Schotten beschränkten. Fremde Kaufleute wohnten 
ja genügend in den niederländischen Seestädten, so englische, ita- 
lienische (venetianische), deutsche; ihre Anwesenheit konnte zweifel- 
los den gegenseitigen Handelsbeziehungen nur vorteilhaft sein. Sie 
beanspruchten aber keine Vorrechte und sonderten sich nicht ab. 
Einmal machte auch Schweden den Versuch, in den 
Niederlanden sich vermittels einer kaufmänni- 
N) teLintum,/I11, 114, 182 ff; vgl. auch van Dillen.,. Bronnen, 
S. 1329; vgl. auch oben S. 223. 
2) Rooseboom, S. 144, 210. 
60
	        

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Holländische Wirtschaftsgeschichte. Fischer, 1927.
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