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Holländische Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Holländische Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1744885710
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-117895
Document type:
Monograph
Author:
Baasch, Ernst http://d-nb.info/gnd/117692018
Title:
Holländische Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
VI, 632 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Kapitel. Die Übergangzeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Holländische Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
  • II. Kapitel. Die Übergangzeit
  • III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
  • Index

Full text

— A) —- 
hatte die Bevölkerung immer mehr an Kaffee und Tee gewöhnt, 
auch der Weingenuß nahm zu. Daß die Brauerei trotzdem noch etwas 
bedeutete, ergab sich hingegen daraus, daß sie in Holland jähr- 
lich 280 000 fl. Impost einbrachte. Der Preis von 10 fl. 10 St. per 
Tonne war auch nicht zu hoch mit Rücksicht auf die Steigerung der 
Gersten-, Hopfen- und Kohlenpreise auf 9 fl. bzw. 20 St. bzw. 
20—22 {fl., während für die Tonne Bier früher 8 fl. genommen war, 
als die Gerste 3—31, der Hopfen 3% St. und die Kohlen 13—15 fl. 
gekostet hatten. Von einer Maßregel, wie sie jene Prämie darstellte, 
war jedoch schwerlich etwas Ersprießliches zu erwarten. Die Hopfen- 
not blieb weiter bestehen; es bestand aber überall Mangel an diesem 
Erzeugnis. Die Amsterdamer Hopfenhändler hatten von Anfang 
an sich gegen Ausfuhrverbote erklärt, wie Amsterdam überhaupt 
auch hier wieder einer freieren wirtschaftlichen Auffassung huldigte. 
Ein für kurze Zeit Ende 1805 erlassenes Ausfuhrverbot wurde An- 
fang 1806 wieder aufgehoben. Man erhielt sogar Hopfen aus Nord- 
amerika). 
Die neue Konstitution von 1798 machte auch dem städtischen 
Privileg, das das Brauwerk auf die Städte beschränkte, ein förm- 
liches Ende; tatsächlich war es ja, wie wir sahen, schon vielfach 
durchbrochen worden. Ein Versuch der Brauer, 1805 noch einmal 
die Sache des Brauens auf dem flachen Lande in ihrem Sinne zur 
Entscheidung zu bringen, scheiterte an der Ablehnung der Re- 
gierung, die eine solche Auffassung als mit dem System einer ‚„auf- 
geklärten Regierung‘ in Widerspruch stehend bezeichnete?). Ver- 
einfacht wurde damals die Besteuerung des Bieres. Nachdem 1805 
der alte Bierimpost abgeschafft und mit der Einverleibung in Frank- 
reich das französische Gesetz in Kraft trat, war nun jedes Bräu 
Bier mit 2 Fr. per Hektoliter belastet?). 
Verhältnismäßig gut behaupteten sich die Brennereien. 
Schon gegen Ende des 18. Jahrhunderts scheint sich freilich auch in 
dieser Industrie teilweise ein Rückgang vollzogen zu haben; der 
Umsatz an der Schiedamer Börse nahm ab mit den steigenden Prei- 
sen; 1799 hörte deshalb das Einschreiben in das Börsenbuch ganz 
3 Timmier, aa. ©, S 203. dAlphonse, 5$S. 261 f.; ebenda, S. 178 
über den Hopfenbau. 
2) Timmer, Gen. brouwers, S. 219 f: 
3) Ebenda, S. 258. 
40C
	        

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Holländische Wirtschaftsgeschichte. Fischer, 1927.
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