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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Monograph

Identifikator:
1744885710
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-117895
Document type:
Monograph
Author:
Baasch, Ernst http://d-nb.info/gnd/117692018
Title:
Holländische Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
VI, 632 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

584 J Einundzwanzigstes Buch. Zweites Kapitel. 
Neapel, dem Meere anliegende Stücke von Toskana und auch 
Sardinien, das jetzt dem bayrischen Kurfürsten verloren ging, 
so daß dieser aus der mehr als zehnjährigen Kampfeszeit ohne 
jeglichen Gewinn heraustrat. Es waren immerhin beträchtliche 
Teile Italiens. Dazu kamen die südlichen Niederlande mit 
Ausnahme eines Teiles von Geldern, das schon im Utrechter 
Frieden an Preußen gefallen war, und mit der Belastung 
durch den nordniederländischen Barrierevertrag. Gewiß war 
mit alledem nicht jeglicher habsburgische Wunsch erfüllt. Stellt 
man aber die Rechnung auf Ästerreich allein, und wendet man 
den Blick rückwärts bis in den Anfang der achtziger Jahre 
des 17. Jahrhunderts, so erscheint der Aufschwung dieses 
Reiches doch als höchst stetig und wie ein beinahe unerwartetes 
Motiv, das aus Unsummen von Widerwärtigkeiten und Unglück 
immer wieder und in immer höherer Vollendung hervorbricht. 
Das österreich des Jahres 1714 hatte in den südlichen Nieder— 
landen die volle Handhabe, sich in den westeuropäischen Händeln 
zur Geltung zu bringen; es besaß weiter die Anwartschaft auf 
eine italienische Gesamtherrschaft; und es konnte den Versuch 
machen, von der Adria, ja vielleicht vom Tyrrhenischen Meere 
aus nicht minder wie von den belgischen Häfen her auch die 
Aspirationen einer Handelsmacht zu entwickeln. Es war ferner 
noch fest im Reiche begründet; aber es hatte den deutschen 
Besitz in Zentraleuropa durch den gewaltigen Erwerb Ungarns 
gleichsam verdoppelt; und in seinen künftigen Kriegen sollten 
die streifenden Völker früherer Kuruzzenaufstände eine der 
neuen Herrschaft ergebene Rolle spielen. Es war mit einem 
Worte zur größten Macht des zentralen Europas geworden 
und damit zu einer europäischen Großmacht überhaupt. Es 
sind vielleicht die schönsten Zeiten des deutschen Hauses Habs— 
burg gewesen, die jetzt gingen und kamen: es war das öster— 
reich „an Siegen und an Ehren reich“, das nun Deutschland 
und einen guten Teil der europäischen Welt beherrschte. 
Wie viel weniger günstig waren dagegen die Lose des 
Reiches und seiner Fürsten gefallen! Von einer französischen 
Barriere war in Rastatt und Baden keine Rede mehr;
	        

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Urzeit Und Mittelalter. Heyfelder, 1904.
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