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Holländische Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Holländische Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1744885710
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-117895
Document type:
Monograph
Author:
Baasch, Ernst http://d-nb.info/gnd/117692018
Title:
Holländische Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
VI, 632 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Holländische Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
  • II. Kapitel. Die Übergangzeit
  • III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
  • Index

Full text

CO 
die hohe Gewerbesteuer!). Auch die Einkommensteuer fand schon 
Verteidiger; doch war sie noch sehr unbeliebt?). So wurde in. dieser 
Zeit auch das Steuerwesen als Hebel für die Durchsetzung freihänd- 
lerischer Ideen verwendet. Herrschte hierüber allerdings noch keine 
volle Klarheit, so waren doch diese Erörterungen für die spätere 
Durchführung der Steuerreform sehr nützlich. 
Eine solche wurde allerdings immer dringender; bei der Ver- 
fassungsrevision des Jahres 1848 wurde das ausdrücklich anerkannt. 
Die Mißwirtschaft in den vorausgehenden Jahrzehnten hatte eine 
Reihe von Steuern an den Tag gefördert und dem Volke eine 
Zinsenlast aufgebürdet, die einen gerechteren Verteilungsmodus 
dieser Lasten zu einem unabweisbaren Bedürfnis machte. Zweifellos 
lag in der mangelhaften Verteilung der Steuerlasten weit mehr als 
in der absoluten Steuerlast ein Grund zu tiefgehender Unzufrieden- 
heit und zu vielen sozialen Mißständen?). Das nach der Wieder- 
herstellung der Freiheit jahrzehntelang in Übung befindliche Steuer- 
system, wenn man von einem ‚„System“‘‘ reden konnte, bestand in 
der Bevorzugung des Kapitals, soweit es außerhalb der gesell- 
schaftlichen Arbeit sich befand, vor der Arbeit und demjenigen Ka- 
pital, das diese unterstützte; diese Bevorzugung galt weniger den 
Personen als dem Streben, ohne Mühe und Sorge in Ruhe die Frucht 
der Arbeit anderer zu genießen und diesen Genuß möglichst noch 
durch das Börsenspiel zu vermehren*). Es mußte deshalb darauf 
ankommen, die Einkünfte schärfer und gerechter als bisher zu er- 
fassen und gleichzeitig die Belastung des Konsums im weitesten 
Sinne (Lebensmittel, Wohnung) den tatsächlichen Einkommens- 
verhältnissen entsprechend zu gestalten, namentlich aber den kleinen 
Landbauer, Beamten, Kleinhändler usw. von Lasten zu befreien, 
die ihn in seiner Bewegung und seinem Gewerbe hemmten, endlich 
aber alle jene zahllosen, das tägliche Leben gerade der kleinen 
Leute verärgernden und beschwerenden, meist unwirtschaftlichen 
Abgaben ganz zu beseitigen. 
In erster Linie hatte man eine allgemeine Ein- 
ı) L. van Vliet; Kerkhoven; diese Steuer tadelt insbesondere 
de Bosch Kemper, De Armoede, S. 211 f. 
2) E. van Voorthuijsen (bei Ackersdijk). 
3) Das betont-u. a. de Bosch Kemper, De Armoede, S. 203 ff. 
4 Sickengaz, a. a. O., ]I, 180. 
RI
	        

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Holländische Wirtschaftsgeschichte. Fischer, 1927.
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